Von Hans Walter

Wernigerode. Zum zweiten Mal wird Wernigerode zur Ausrichterstadt des Internationalen Klavierwettbewerbs "Neue Sterne". Vom 24. bis 27. März bewerben sich bislang 36 Teilnehmer aus 20 Ländern im Harzer Kultur- und Kongresszentrum um die mit 5000, 3000, 2000 und 1000 Euro dotierten Preise.

Professor Albert Mamriev (Israel/Hannover), der künstlerische Leiter des Festivals, verwies besonders auf die Teilnahmebedingungen des Wettbewerbs. Sie widerspiegeln Erfahrungen seiner über 15-jährigen erfolgreichen internationalen Wettbewerbs-Teilnahme und seiner Starkarriere als Pianist. Anders als bei den meisten der rund 1500 vergleichbaren Veranstaltungen weltweit orientiert das junge Festival nicht auf Pflichtstücke, sondern lässt den Pianisten die Wahl. Das Publikum bekommt mit (teils kostenfreien) Tagestickets die Möglichkeit, bis zu 40 unterschiedliche Werke kennenzulernen. Eine Altersbegrenzung – die meist einseitig auf junge Künstler setzt – gibt es nicht. Auch ältere Interpreten bekommen ihre Chance. Mamrievs Jury besteht nicht nur aus international namhaften Klaviervirtuosen, sondern auch aus Komponisten, Liedbegleitern und Dirigenten.

Die Finalrunde und die Preisverleihung werden mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode gestaltet, das derzeit vier bis fünf Klavierkonzerte von Beethoven, Chopin, Mendelssohn Bartholdy, Mozart und Schostakowitsch vorbereitet. Zu Gehör kommen nicht nur einzelne Sätze, sondern das gesamte Werk – eine Seltenheit bei anderen Wettbewerben.

Neben dem bereits etablierten Internationalen Brahms-Chorfestival und -Wettbewerb, der viele Ensembles in die "Bunte Stadt" zieht, sind die "Neuen Sterne" ein weiterer Höhepunkt, der den Ruf Wernigerodes als Musikstadt festigt.