Leipzig (dpa). Für die "Leipziger Pfeffermühle", Ostdeutschlands zweitältestes Kabarett nach der Berliner "Distel", nimmt eine Odyssee ein gutes Ende. An diesem Wochenende eröffnen die Kabarettisten ein neues, technisch optimales Domizil. Der Ausbau der neuen Räume im repräsentativen "Kretschmanns Hof" in der Leipziger Innenstadt und der Umzug haben zusammen 650 000 Euro gekostet. "Wir sind jetzt wieder im Zentrum und haben 177 Plätze, das sind 20 mehr als vorher", sagte "Pfeffermühlen"-Chef Dieter Richter.

Die "Leipziger Pfeffermühle" war 1954 als städtisches Ensemble gegründet worden. Vor drei Jahren hatten die Kabarettisten ihr 1961 bezogenes Domizil an der Thomaskirche im Leipziger Zentrum räumen müssen – für die Erweiterung des Bach-Archivs. Seither spielten sie in einem Provisorium, in dem auch eine Diskothek untergebracht war.

"Jetzt wird alles wunderbar", freute sich Richter. "Wir haben technisch das Beste, was es in Deutschland gibt." Zusätzlich zum großen Saal gibt es eine kleine Spielstätte und ein Café.