München (dapd). Der Komponist und Pianist Aribert Reimann erhält den Ernst von Siemens Musikpreis 2011. Die mit 200 000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt das Gesamtwerk des heute 74-jährigen in Berlin lebenden Künstlers, der zuletzt an der Wiener Staatsoper mit der Uraufführung seiner neuesten Oper "Medea" Furore gemacht hatte.

Das Kuratorium der Siemens Musikstiftung bezeichnete Reimann als "einen Meister der Vokalmusik, der durch seine mit größter Konsequenz entwickelte persönliche musikalische Sprache das Musikgeschehen der letzten Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt" habe. Als sein bekanntestes Werk gilt die 1978 erstmals aufgeführte Oper "Lear" nach dem gleichnamigen Königsdrama von William Shakespeare.

Die Preisverleihung findet am 24. Mai im Münchner Cuvilliés-Theater statt.

Die Ernst von Siemens Musikstiftung vergibt in diesem Jahr insgesamt Preise in einer Gesamthöhe von 2,5 Millionen Euro. Die begehrten Komponisten-Förderpreise gehen an den Briten Steven Daverson, den aus Barcelona stammenden Komponisten Hèctor Parra sowie den in Bonn geborenen Hans Thomalla. Darüber hinaus fördert die Stiftung weltweit mehr als hundert Projekte der zeitgenössischen Musik. Den zahlenmäßig größten Teil dieser Förderung machen die etwa 160 Kompositionsaufträge aus.