Es habe bisher noch niemals geklappt, sagt Ingeborg Krabbe, man habe ihr die Hauptrolle des Krimiklassikers "Arsen und Spitzenhäubchen" schon zweimal angeboten, aber bisher verhinderten sie andere Verpflichtungen, in die Rolle der reizenden, aber mörderischen Tante Abby zu schlüpfen. Jetzt hat es aber geklappt, zu sehen sein wird das Stück in Magdeburgs Grüner Zitadelle.

Von Liane Bornholdt

Magdeburg. Auch im Herbst, als es schon einen Anlauf in Magdeburg gegeben hatte, musste sie wegen eines Unfalls absagen. Nun geht die erste Eigenproduktion des kleinen Theaters Grüne Zitadelle im Hundertwasserhaus in die Zielgerade. Die Schauspielerin war unter anderem Mitbegründerin der Leipziger "Pfeffermühle", spielte ab 1952 am Berliner Theater der Freundschaft und im DDR-Fernsehen in mehr als 300 Produktionen. Sie blieb dem Fernsehen treu, aber jüngst stand sie im Udo-Jürgens-Musical "Ich war noch niemals in New York" auf der Musical-Bühne. Theater zu spielen, so sagt sie, mache ihr immer wieder sehr viel Spaß, und so wurde sie nun Abby Brewster in Joseph Kesselrings unsterblicher Kriminalkomödie "Arsen und Spitzenhäubchen".

"Wir sind eine sehr schön bunte Truppe", sagt der Regisseur der Produktion Wolfgang-David Sebastian. Er inszeniert mit elf Schauspielern, und er selbst steht als Teddy Brewster alias Teddy Roosevelt und Panamakanalgräber selbst auf der Bühne.

Im Team wirken Schauspieler aus ganz Deutschland wie Inge Sievers als Tante Martha oder Dirk Mierau als Polizist und begeisterter Bühnenschriftsteller O’hara mit.

Außerdem bringt die Produktion ein Wiedersehen mit bekannten Magdeburger Schauspielern. Den etwas gruseligen Dr. Einstein des Stückes wird Peter Bruckner spielen. Er wirkte bis zum Jahr 2007 insgesamt rund 42 Jahre im Puppentheater Magdeburg und freut sich jetzt sehr darauf, wieder Theater zu spielen.

Erfahrene Akteure und junge Schauspieler

Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Jochen Gehle, der sechs Jahre lang bis 2009 zum Ensemble des Magdeburger Schauspielhauses gehörte. Er wird den Jonathan Brewster geben und dabei Gelegenheit haben, einen schwerkriminellen Finsterling zu spielen.

Neben den erfahrenen Schauspielern stehen auch ganz junge Akteure auf der Bühne, etwa Chris Schulz. Für den Schauspielabsolventen wurde die Rolle des ersten Polizisten ein wenig umgeschrieben. Im Original ist der Brophy ein älterer und sehr erfahrener Ordnungshüter, und nun hat man einen ganz jungen und eifrigen Anfänger daraus gemacht. Eine weitere Farbe im bunt gemischten Ensemble dieser Produktion.

Bereits während der Proben, die derzeit im Theaterkeller der Grünen Zitadelle laufen, haben alle Mitwirkenden viel Spaß. Und den kann das Publikum sicher auch erwarten, wenn sie die chirurgischen Künste des Dr. Einstein, die Geheimnisse von Marthas Holunderbeerwein entdecken, oder das der bedauernswerten Gelbfieberopfer – bis schließlich herauskommt, wer eine Leiche im Keller hat.

Premiere von "Arsen und Spitzenhäubchen" ist am Donnerstag, 17. Februar, um 20 Uhr und es wird bis 6. März jeweils Donnerstag bis Sonntag ge- spielt. Informationen und Karten gibt es unter (03 91) 59 75 04 90 oder direkt im Hundertwasserhaus am Magdeburger Breiten Weg 8a.