Berlin (dpa). Der Berliner Martin-Gropius-Bau hat im vergangenen Jahr 640 000 Besucher angezogen. Dies sei das beste Ergebnis nach dem Rekordjahr 2006, sagte Museumsdirektor Gereon Sievernich der Nachrichtenagentur dpa.

Größter Publikumsmagnet mit 235 000 Besuchern war die Frida-Kahlo-Retrospektive. Fans der mexikanischen Künstlerin hatten im Sommer sieben Stunden und mehr auf Einlass gewartet. Die etwa zeitgleich laufende Ausstellung des dänischen Künstlers Olafur Eliasson verzeichnete 180000 Besucher.

60 Prozent der Gäste kamen nicht aus Berlin. "Das Wissen um den Gropius-Bau außerhalb Deutschlands ist gewaltig gestiegen", sagte Sievernich. "Wir haben uns einen großen Bereich möglicher Besucher zusätzlich erschlossen." Die "New York Times" habe das Haus kürzlich als Geheimtipp für Reisende aus den USA empfohlen.

Zu den Höhepunkten des neuen Ausstellungsjahres gehört eine Schau des New Yorker Museum of Modern Art mit Zeichnungen der Sammlung Judith Rothschild (11. März bis 29. Mai).

Dem berühmten ungarischen Fotografen André Kertesz ist eine Retrospektive mit über 300 Werken gewidmet (11. Juni 11. September). Aus Anlass der ersten EU-Ratspräsidentschaft Polens läuft im Herbst eine zusammen mit dem Warschauer Königsschloss erarbeitete große kulturhistorische Ausstellung an: "Deutschland und Polen – 1000 Jahre in Europa" (23.September bis 9. Januar 2012).