Dresden (epd). Der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim hat gestern den mit 25000 Euro dotierten Dresdner Friedens-Preis erhalten. Damit werde das Engagement des 68-Jährigen für einen Dialog im Nahen Osten geehrt, teilte der in New York und Dresden ansässige Verein "Friends of Dresden" zur Begründung mit.

Zusammen mit dem mittlerweile verstorbenen palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said hatte der aus einer jüdischen Familie stammende Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper 1999 das West-Eastern Divan Orchestra gegründet. Darin musizieren gemeinsam junge Menschen aus Israel, Palästina und anderen arabischen Ländern.

Wie im Vorjahr wurde die Auszeichnung zum Gedenktag der Zerstörung Dresdens am Ende des Zweiten Weltkrieges verliehen.