Oberammergau (dpa). Nach über einjähriger Vorbereitung beginnen heute in Oberammergau die weltberühmten Passionsspiele. Seit fast 400 Jahren führen die Bewohner des Gebirgsdorfes regelmäßig alle zehn Jahre ein "Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus" auf. Dies hatten sie im Jahr 1633 versprochen, wenn ihr Dorf fortan von der Pest verschont würde. Der Überlieferung nach starb von da an tatsächlich kein Einheimischer mehr an der schlimmen Seuche.

Regisseur Christian Stückl, der die Spiele nach 1990 und 2000 in diesem Jahr zum dritten Mal leitet, hat nach eigenen Angaben so viel verändert wie noch nie. Dies umfasst nicht nur die neue Aufführungszeit. Vor allem der Text sei überarbeitet worden.

Insgesamt werden zu den mehr als 100 Aufführungen rund eine halbe Million Besucher erwartet.

Rund 28 Millionen Euro Reingewinn sollen durch die Spiele in der Gemeindekasse klingeln.