Stockholm (dpa). Dem italienischen Komponisten Ennio Morricone (81) und der isländischen Künstlerin Björk (44) ist gestern der schwedische Polar Music Prize 2010 zuerkannt worden. Der schwedische König Carl XVI. Gustaf wird die Auszeichnungen am 30. August in Stockholm übergeben. Beide Preise sind mit einer Million Kronen (104 000 Euro) dotiert.

Morricone wurde in den 1960er Jahren durch seine Musik für Sergio Leones Filme "Spiel mir das Lied vom Tod" und "Eine Handvoll Dollar" auf einen Schlag international berühmt. "Er entwickelte eine neue Art von Musik, die den Ton für die Filmmusik eines halben Jahrhunderts vorgab", erklärte die Jury. Seit den 60er Jahren schrieb Morricone die Musik für über 400 Filmen und arbeitete dabei mit so berühmten Regisseuren wie Pier Paolo Pasolini, Bernardo Bertolucci oder Oliver Stone zusammen.

Björk wurde nach dem Urteil der Jury für ihre "tief persönliche Musik und ihre Texte, ihre präzisen Arrangements und ihre unverwechselbare Stimme" ausgezeichnet. Es sei ihr gleichzeitig gelungen, völlig Neues zu erschaffen und damit an die Spitze der Charts zu kommen. Sie habe sich außerdem moderne Technologie zu eigen gemacht und auf diese Weise Computer und klassischen Klang zusammengebracht, erklärten die Juroren.

Der Polar Music Prize wurde 1989 von Stig Andersson gestiftet, dem früheren Manager der schwedischen Pop-Gruppe ABBA. 2009 bekamen der britische Pop-Musiker Peter Gabriel und der Komponist und Dirigent Jose Antonio Abreu aus Venezuela den Preis. Außerdem wurde das Musik- Netzwerk El Sistema ausgezeichnet, das vor allem arme Kinder in südamerikanischen Ländern mit klassischer Musik in Berührung bringt.

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