Länderwechsel – der Ausstellungsaustausch zeitgenössischer Kunst – ist eine neue Initiative des Berufsverbandes Bildender Künstler Sachsen-Anhalt. Neben dem jährlichen Herbstsalon im Funkhaus Magdeburg, der großen Gruppenausstellung "Der Dinge Stand 2010" im City Carré Magdeburg hat der Verband mit dem "Länderwechsel" in Merseburg eine dritte Ausstellungsreihe ins Leben gerufen.

Von Jörg-Heiko Bruns

Merseburg. Merseburg wird künftig der Ausstellungsort für Kunst aus den anderen Bundesländern sein. Gestartet wird die neue Reihe LÄNDERWECHSEL mit 59 Künstlern aus Leipzig und der umliegenden Region. Initiator ist der Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt, dessen Vorsitzender Jochen P. Heite nach anfänglichen Startschwierigkeiten nun eine reichhaltige Palette unterschiedlichster Handschriften aus dem Bundesland Sachsen vorstellen kann.

Partner sind neben der Stadt Merseburg der Bund Bildender Künstler Sachsen e.V., der sich auf zahlreiche Sponsoren stützen kann. Im Schlossgartensalon, der Domgalerie und in den Räumen der Kunststiftung BEN ZI BENA zeigt sich ein breites Spektrum zeitgenössischer Kunst aus Malerei, Grafik, Zeichnung, Fotografie, Plastik und Installation.

So ergeben sich ganz besondere Möglichkeiten für den Austausch bildender Kunst zwischen den Bundesländern, LÄNDERWECHSEL schließt ein, dass das Gastgeberland im Gegenzug im folgenden Jahr bei den jetzigen Gästen in Leipzig präsentiert wird.

Anspruchsvolle Entdeckungen

Die insgesamt 59 ausstellenden Künstler sind mitunter selbst in ihrem Nachbarland Sachsen-Anhalt kaum bekannt, aber auch ein Wiedersehen mit gut bekannten Künstlern kann bei dieser Exposition gefeiert werden, darunter Wolfgang Henne, die kürzlich erst verstorbene Renate Herfurth, Günther Horlbeck, Hans Peter Hund, Günter Huniat, Gil Schlesinger und andere, die eigene Ausstellungen auch in Magdeburg und Halle hatten.

Die Ausstellung LÄNDERWECHSEL zeigt aber wie so oft auch, dass nicht der Bekanntheitsgrad von irgendwelchen Hit- oder Verkaufslisten her über die Qualität von Kunst bestimmt, sondern einzig und allein, und dies ganz autark, das Werk, das sich dem Betrachter darbietet. Und hier sind in Merseburg in einem sehr breiten Feld qualitäts- und anspruchsvoller Kunst einige Entdeckungen zu machen.

Zur Ausstellung erschien ein Poster mit den Biographien und je einer Werk-Abbildung der ausstellenden Künstler.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Juni zu sehen. Die Domgalerie ist dienstags bis freitags von 9-18 Uhr und sonnabends von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Die Kunststiftung BEN ZI BENA kann täglich von 10 bis 20 Uhr besucht werden und der Schlossgartensalon ist dienstags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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