Rudolstadt ( dpa ). In Rudolstadt hat am Sonnabend das Festjahr zum 250. Jubiläum der Thüringer Porzellanherstellung begonnen. Bis Ende Oktober und teils darüber hinaus zeigen etwa 20 Museen im Freistaat in Sonder- und Dauerausstellungen ihre Schätze aus " weißem Gold " : Von Zierrat über Porzellankopfpuppen und Geschirr bis hin zu Skulpturen.

Die Nacherfindung des Porzellans in Thüringen wird auf das Jahr 1760 datiert. Damals erhielt Georg Heinrich Macheleid als erster ein Privileg seines Landesfürsten zur Gründung einer Manufaktur in Sitzendorf. Im 19. Jahrhundert stammte zeitweise 60 Prozent der deutschen Porzellanproduktion aus Thüringen. Um 1900 vermelden Statistiken rund 400 Manufakturen in der Region.