Z: Stendal ZS: SDL PZ: Stendal PZS: SDL Prio: höchste Priorität IssueDate: 25.04.2010 22:00:00
Potsdam/Berlin (dpa). Nach "Metropolis" wird nun innerhalb weniger Monate bereits der zweite Stummfilmklassiker von Regisseur Fritz Lang (1890-1976) in einer neuen, restaurierten Fassung uraufgeführt. In der Deutschen Oper Berlin hat morgen Langs Werk "Die Nibelungen" Premiere.

Die rekonstruierte Filmmusik nach dem Original von Gottfried Huppertz wird vom Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks unter Leitung von Frank Strobel gespielt. Er dirigierte bereits die "Metropolis"-Aufführung während der Berlinale im Februar.

Die neue "Nibelungen"-Fassung ist das bislang umfangreichste und mit rund 750 000 Euro teuerste Restaurierungsprojekt der in Wiesbaden ansässigen Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Anders als bei "Metropolis" ging es dieses Mal vor allem um die Verbesserung der Bildqualität und weniger um das Einfügen bislang verschollener Szenen.

Allerdings kann jetzt auch die "Nibelungen"-Fassung mit einer vervollständigten Schlussszene aufwarten, die in den bisher vorliegenden Fassungen fehlte: Kriemhild wird nach vollendeter Rache erstochen. Bislang war – auch in der ersten restaurierten Fassung aus den 80er Jahren – zu sehen, wie sie sterbend zusammenbricht.