Magdeburg. Unter den kammermusikalischen Besetzungen ist das Zusammenspiel von Klarinette, Viola und Klavier eher selten, aber es gibt doch eine Reihe von wunderbaren Kompositionen dafür. Georg Dengel, Klarinette, Wolfgang Hasleder, Viola, und Kristin Henneberg, Piano, haben sich seit 2007 zum Trio Impetus zusammengefunden, um diese Werke zu spielen. Am Freitag gab es im Magdeburger Telemann-Konservatorium ein Konzert, und es begann mit einem der bekanntesten Kompositionen für diese Besetzung, Mozarts Kegelstatt-Trio.

Mozart schrieb wunderbare Musik für die Klarinette, und dieses Trio gehört zweifellos zu den Höhepunkten der Kammermusik überhaupt. Den Musikern gelang eine temperamentvolle Interpretation, wenn auch klanglich etwas mehr Grazie möglich gewesen wäre.

Mit Max Bruchs Acht Stücken op. 83 gelang diese Grazie. Die Musiker verbreiteten romantischen Geist und klangliche Schönheit in Überfülle. Hier beeindruckten gefühlvoller Ausdruck wie auch das ausgewogene kammermusikalische Zusammenspiel. Auch Robert Schumann hat für diese drei Stimmen mit seinen Märchenerzählungen fantastische Musik komponiert, und hier brillierte besonders das Klavier. Sehr schön vor allem der zarte dritte Satz, bei dem die drei klanglich so ganz verschiedenen Stimmen zur innigen Einheit verschmolzen.

Mit Jean Franxaix’ Trio pour Clarinette, Alto et Piano erklang zum Abschluss ein Werk der Moderne. Intensität, stilistische Genauigkeit, klangliche Variabilität – die drei Musiker haben das fünfsätzige Werk zu spannender, wunderbarer Musik werden lassen, die für die meisten Zuhörer eine echte Entdeckung geworden ist. Man kann sich nur mehr Konzerte von Impetus wünschen.