Hannover ( dpa ). Die Liebe ist Thema einer Ausstellung im Sprengel-Museum in Hannover. Gezeigt werden Gemälde, Grafiken und Zeichnungen von Künstlern wie Edvard Munch, Emil Nolde, Paul Klee und Joan Miró.

Die Schau " Liebesgeschichten " mit rund 120 Exponaten aus der umfangreichen Sammlung des Museums ist seit gestern und bis zum 15. August zu sehen. Die Ausstellung umfasst Arbeiten aus rund sechzig Jahren vom Anfang des letzten Jahrhunderts bis in die 1950 er Jahre. Die Gegenüberstellung der Werke zeigt, welche Visionen von Liebe die Maler hatten und wie die Fragen der jeweiligen Zeit in ihre Kunst einflossen.

Während Munch existenzielle Liebesängste in seinem Werk reflektiert, widmet Nolde sich der Zweisamkeit als grundlegendem Prinzip der Liebe. Daran schließen Arbeiten der " Brücke " - Künstler Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein an, die das Thema als Teil eines utopischen Lebensentwurfes verstanden.

Otto Dix und George Grosz zeigen die Liebe im Spannungsfeld zwischen den " Goldenen Zwanzigern " und den Nachwehen des Ersten Weltkriegs. In der Folgezeit beschwören Motive von Klee, Miró oder Max Ernst Tag- und Alpträume der Liebe. Der weibliche Körper ist für diese Maler ein Dreh- und Angelpunkt ihrer künstlerischen Antriebskraft.

Für die Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Liebe zum letzten Funken eines verloren gegangenen Humanismus, etwa in den Arbeiten von Henry Moore und Fernand Léger.