Leipzig ( dpa ). Die Leipziger Buchmesse hat ihren Ruf als riesiges Lesefest mit einem kräftigen Besucherplus bestätigt. Die viertägige Frühjahrsschau der Bücher lockte 156 000 Interessierte an und damit 9000 mehr als im Vorjahr. " Wir sind mit dem Messeverlauf hochzufrieden ", sagte der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner, gestern kurz vor dem Ende der Buchmesse. Jeder dritte Besucher hatte eine Anreise von mehr als 200 Kilometern.

In den Messehallen hatten rund 2000 Verlage aus 39 Ländern ihr Frühjahrsprogramm präsentiert. Fast rund um die Uhr drängten sich an den Ständen wissbegierige Leser. Auf der Messe und an 300 Orten in Leipzig stellten 1500 Autoren ihre neuen Werke vor.

" Das Interesse am gedruckten Buch ist ungebrochen groß ", sagte Stefanie Hintze von Random House ( München ). Sie lobte die im Vergleich zur Frankfurter Buchmesse familiärere Atmosphäre.

Der Chef vom Mitteldeutschen Verlag ( Halle ), Roman Pliske, freute sich, dass erstmals seit Jahren wieder Buchhandlungen auf die Messe kamen, um Bestellungen aufzugeben. Zudem reichten am Verlagsstand viele Autoren ihre Manuskipte ein. Praktisch keine Rolle spielte das E-Book. " Es gibt bei den Verlagen auch eine große Unsicherheit, wie sie mit dem Thema umgehen sollen ", hat Pliske beobachtet.