New York ( dpa ). Die New Yorker Metropolitan Opera hat die größte Privatspende in ihrer über 125-jährigen Geschichte erhalten. Wie die " New York Times " an diesem Sonnabend berichtete, hat die 63-jährige Opernliebhaberin und Verlegerwitwe Ann Ziff der Met 30 Millionen Dollar zukommen lassen. " Dies kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Met dringend Geld braucht ", sagte Met-Geschäftsführer Peter Gelb. In dieser Saison rechnet das berühmte amerikanische Opernhaus mit einem Defizit von rund vier Millionen Dollar.

Ann Ziff ist die Witwe des 2006 gestorbenen amerikanischen Verlegers William B. Ziff. Ihre Mutter war selbst Opernsängerin. " Die Oper war von klein auf in meinem Blut ", sagte die Spenderin, die ihre Gabe nicht an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden hat. Jede neue Opernproduktion an der Met kostet im Schnitt zwei bis vier Millionen Dollar. Die jährlichen Betriebskosten liegen bei rund 300 Millionen Dollar.

Im Februar hatte die Met ihr neues Programm präsentiert. Zwei der sieben Stücke der im September beginnenden Opernsaison werden von deutschen Regisseuren inszeniert. Auch das Glanzstück der Spielzeit kommt aus Deutschland : Die Met will 2010 / 2011 Richard Wagners " Ring des Nibelungen " auf die Bühne bringen. " Das Rheingold " und " Die Walküre " sollen zu den teuersten Produktionen in der Geschichte des Hauses zählen. So wurde ein voll bewegliches gewaltiges Bühnenbild gebaut. Die Schauspieler tragen elektronisch gesteuerte Leuchtkostüme.