Leipzig / Eisenach ( epd ). Zum 325. Geburtstag von Johann Sebastian Bach sind am Wochenende in Leipzig das sanierte Bach-Archiv und das dazugehörige Museum wiedereröffnet worden. Bundespräsident Horst Köhler würdigte gestern die Leipziger Forschungsstätte als " kulturellen Leuchtturm " in Deutschland. Bei der Arbeit des Archivs gehe es um den " Erhalt des kulturellen Gedächtnisses der Nation ", erklärte Köhler bei einem Besuch. In Eisenach, der Geburtsstadt des Barockkomponisten, wurde eine Ausstellung zur Entstehung und Rezeption der Passionsmusiken eröffnet.

Das wiedereröffnete Bach-Archiv in Leipzig verfügt über zahlreiche historische Dokumente rund um Leben und Schaffen des Komponisten. Die Fläche für die Forschungsstätte wurde im Zuge des zweijährigen Umbaus um ein Drittel auf 3000 Quadratmeter erweitert. Das Museum erhielt einen klimatisierten Anbau, in dem künftig wertvolle Handschriften Bachs der Öffentlichkeit gezeigt werden können.

Johann Sebastian Bach ( 1685-1750 ) wirkte als Organist und Hofmusiker zunächst unter anderem in den Thüringer Städten Arnstadt, Mühlhausen und Weimar. 1717 ging er an den Köthener Hof. 1723 wurde er Thomaskantor in Leipzig, wo er zudem bis zu seinem Tod auch für das städtische Musikleben verantwortlich war.