Magdeburg. Das Magdeburger Traditionskabarett " Die Kugelblitze " spielt im Haus der " Zwickmühle " in der Magdeburger Leiterstraße, und dort wurde gestern auch das neue Programm vorgestellt. Es sei reiner Zufall, versicherten die Kabarettisten, dass die Premiere genau auf Donnerstag, den 1. April, falle, aber es passte einfach zu gut.

In ihrem Programm nämlich werden Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel und Sabine Münz behaupten " Nichts verstanden " zu haben. Man darf vorab auch ein wenig darüber sinnieren, was, wie es im Untertitel heißt, " Eine kabarettistische Verständnislosigkeit " ist. Zumindest darüber wird satirisch aufgeklärt werden, wenn sich auch die drei Akteure und Regisseurin Elke Schneider mehr Fragen stellen als Antworten geben.

Es ist, so Autor Lars Johansen, ja die Politik, welche Verständnislosigkeit produziert, so dass dieses Thema nach politischer Satire geradezu ruft. Eine Spielwiese ist die politische Farbenlehre, und so führt das Programm auch in den schwarz-gelben Bienenstock, wo Sabine Münz als Merkelbiene Maja und Lars Johansen als Drohne Westerwilli in Koalition leben, aber der grüne Grashüpfer taucht auch auf.

Letzterer wird von Ernst-Ulrich Kreschel gespielt, und erstmalig gehören auch richtige Kostüme zum Kabarettprogramm. Zu denen gehören auch echte Jamaikamützen, von Sabine Münz höchstpersönlich handgehäkelt.

Das ganze Nicht-Verstehen scheint, so zumindest war es bei der Präsentation zu erleben, den Mitwirkenden sehr viel Vergnügen zu bereiten. Das auch deshalb, weil hier nach Herzenslust gesungen wird. Der Musiker Kreschel hat für dieses Kugelblitze-Programm alle Songs und Couplets selbst komponiert, er wird aber erstmals zum Klavierspiel auch instrumentale Unterstützung haben, und diese kommt vom Chinesen Sony, der unsichtbar agiert.

Eine öffentliche Voraufführung gibt es bereits am 31. März, und am 1. April dann die Premiere, beides um 20 Uhr.