Bonn (epd). In der Bundeskunsthalle in Bonn ist ab Freitag (bis 13. Juni) eine einzigartige Ausstellung über die Geschichte, Archäologie und Kunst des Byzantinischen Reichs zu sehen. "Es ist die vielleicht umfassendste Schau byzantinischer Schätze, die es je gegeben hat", sagte der Kurator der Ausstellung, Falko Daim, am Donnerstag anlässlich der Eröffnung. Anhand von 600 Exponaten gibt die Ausstellung "Byzanz: Pracht und Alltag" einen Überblick über das "Byzantinische Jahrtausend" von der Gründung Konstantinopels 324 bis zur Eroberung durch die Osmanen 1453.

Neben wichtigen Gesellschaftsbereichen wie Kunst, Kultur und Militär zeigt die Ausstellung auch das Alltagsleben in Byzanz. Reliquienschreine, mit Edelsteinen verzierter Schmuck, Mosaike und kunstvoll gewebte Seidenstoffe spiegeln die Pracht der alten Kultur. Computeranimationen und Kurzfilme führen die Besucher an die wichtigen Schauplätze des Byzantinischen Reiches wie etwa die Hagia Sophia oder das Katharinenkloster auf dem Sinai. Computeranimierte Rekonstruktionen lassen mittlerweile zerstörte Gebäude oder Städte wie etwa das Hippodrom in Konstantinopel oder das zerstörte Iustiniana Prima wieder sichtbar werden.