Berlin (epd). Das Ethnologische Museum in Berlin-Dahlem zeigt ab heute eine Ausstellung über die "Vodou"-Kultur in Haiti. Zu sehen sind rund 350 Objekte, die einen "umfassenden Einblick in die Welt des Vodou" geben, wie das Museum gestern mitteilte. Im Zentrum stünden Objekte der Geheimgesellschaft Bizango, die einer breiten Öffentlichkeit bislang verschlossen waren. Zu sehen sind bis zum 24. Oktober unter anderem Darstellungen von Vodou-Göttern und Vodou-Geistern, prunkvolle Altäre, Fahnen, Tafeln, Gefäße und Spiegel. Das Wort "Vodou" leitet sich den Angaben zufolge von der in Benin und Nigeria beheimateten Fon-Sprache ab und bedeutet "Gott".

Aus diesen Regionen brachten afrikanische Sklaven ihre religiösen Praktiken mit nach Haiti, dem Westteil der Karibikinsel Hispaniola. Auf der Basis dieser Religionen, vermischt mit Elementen des Katholizismus und indigener Glaubensvorstellungen, sei der haitianische Vodou entstanden, hieß es.

Die "Vodou"-Ausstellung im Ethnologischen Museum, Lansstraße 8, ist dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen.