Leitzkau l Neuer Name und neues Erscheinungsbild: Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt heißt ab 1. April Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Stiftungsdirektor Christian Philipsen begründete den Schritt der Neufirmierung mit der gewachsenen Bandbreite an Aufgaben. „Historisch gesehen sind wir von den Ottonen über die Barockmusik bis zur klassischen Moderne zuständig“, sagte am Freitag Stiftungsvorstand Christian Philipsen in Leitzkau. Die Stiftung hat ihren Sitz im dortigen Schloss Hobeck. Sie hat 170 Mitarbeiter und einen aktuellen Jahresetat von 20 Millionen Euro. Allein sieben Millionen Euro fließen in Baumaßnahmen für den Substanzerhalt.

Die Stiftung Dome und Schlösser wurde 2005 gegründet und war zuständig für die Pflege und den Erhalt von 18 Denkmalen, darunter nicht nur Schlösser und die Dome in Magdeburg, Halberstadt, Halle und Havelberg, sondern auch vier mittelalterliche Burgen, zwei Klöster und der Domschatz Halberstadt. Hinzu kamen in den vergangenen Jahren auch das Landeskunstmuseum Moritzburg, die Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg sowie die Musikakademie und das Museum Kloster Michaelstein. Es gehe heute nicht mehr nur um das Sammeln, Bewahren und Ausstellen im Museum, sondern auch um Musikausbildung, Konzertbetrieb und um wissenschaftliche Forschung, so Philipsen.

Logo soll Einrichtungen symbolisieren

Zu erkennen ist die größte Kulturstiftung des Landes Sachsen-Anhalt am Logo, einem in zwei Hälften geteilten Kreis, der ein „S“ symbolisiere, so Philipsen. Es stehe für Stiftung und verbinde die einzelnen Häuser visuell. Die Identität der Einrichtungen aber bleibe erhalten.

Kulturstaatssekretär Gunnar Schellenberger (CDU), zugleich Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, richtet den Blick nach vorn. Das Land setze verstärkt auf Kooperationen, sagte er und nannte als Beispiele die Zusammenarbeit mit der Stadt Dessau-Roßlau und deren stadteigener Anhaltischen Gemäldegalerie sowie mit dem im Bau befindlichen neuen Dommuseum in Magdeburg.