Mitgift – Ostdeutschland im Wandel
D 2013 l R: Roland Blum l D: Michael Succow, Gisline Woche l FSK: o. A. l 96 Min.

Auf dem Moritzhof:
Donnerstag, 06. März l 19.00 Uhr
Freitag, 07. März l 20.15 Uhr
Samstag, 08. März l 18.00 Uhr
Sonntag, 09. März l 19.00 Uhr
Montag, 10. März l 19.00 Uhr
Dienstag, 11. März l 19.00 Uhr
Mittwoch, 12. März l 19.00 Uhr
Freitag, 14. März l 18.00 Uhr
Samstag, 15. März l 20.15 Uhr
Sonntag, 16. März l 16.30 Uhr
Dienstag, 18. März l 19.00 Uhr

Eintritt: 5 Euro / 4 Euro erm.

Regisseur Roland Blum widmet sich in seinem Dokumentarfilm "Mitgift – Ostdeutschland im Wandel" den Spannungsfeldern Umwelt und Wiedervereinigung. Insgesamt drei große Reisen machte er durch die neuen Bundesländer: 1989, 2000 und 2013. In der turbulenten Wende-Zeit arbeitete er für das ZDF und wurde mit der Kamera in die DDR geschickt. Er drehte Berichterstattungen über ein Land, das ihm trotz der sprachlichen und geografischen Nähe in vielen Dingen fremd war. Im Fokus stehen die Orte, die ihn und sein Leben einst prägten. Zudem wirft er einen zukunftsweisenden Blick auf die heutige Tierhaltung, die Nutzung erneuerbarer Energien und die Ursache von Hochwassern.

"Mitgift – Ostdeutschland im Wandel", der von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) das "Prädikat wertvoll" erhielt, ist vom 06. März bis zum 18. März auf dem Moritzhof zu sehen.

"Mitgift – Ostdeutschland im Wandel" - Eine Langzeit Dokumentation über die Entwicklung Ostdeutschlands von der ehemaligen DDR von 1990 bis heute.

Im Frühjahr 1990 nur wenige Monate nach dem Mauerfall und ein halbes Jahr vor der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 beschließt der Filmemacher und Kameramann Roland Blum seine Eindrücke der sich rasant verändernden DDR filmisch festzuhalten. Dabei wird ihm klar, dass die DDR 1989 kurz vor dem ökologischen Zusammenbruch stand. Ein verschlissenes Land. Der Produktionswettlauf mit dem Westen hatte Altlasten und Sanierungsstaus in apokalyptischem Ausmaße entstehen lassen. An vielen Industriestandorten wurden die Menschen infolge der Luftverschmutzung und des schlechten Trinkwassers krank. So drängten 1989 eine Vielzahl von Umweltschutz Gruppen auf die Straße, die eine gesunde Umwelt für sich und ihre Kinder forderten. Diese Umweltgruppen hatten einen wesentlichen Anteil an der friedlichen Revolution, die 1989 zum Ende der DDR führte.

Der Einfluss dieser Umweltaktivisten ist bis heute spürbar, denn am 3. Oktober 1990 wurde auch die Umweltgesetzgebung der beiden deutschen Staaten vereinigt. Kurz vor der Wiedervereinigung gelang es den DDR Umweltaktivisten ein Fünftel der DDR Fläche unter Landschaftschutz zu stellen. Grundlage für zahlreiche von der UNESCO anerkannte Biosphären Reservate und Nationalparks des vereinigten Deutschlands. Bereits 1990 war absehbar, dass die maroden Produktionsbedingungen in der Industrie und der Gigantismus der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften keine Zukunft haben würde, was für zahllose DDR Bürger Arbeitslosigkeit und eine Arbeitsmigration in den Westen zur Folge hatte. 2000 und 2013 hat Roland Blum seine Reisen durch die fünf neuen Bundesländer wiederholt, Menschen und Altlasten wieder besucht und so ein Bild von einem Land gezeichnet, angesichts dessen man den Ausspruch des deutschen Umweltministers Klaus Töpfer und von Bundespräsident Richard von Weizsäcker von 1990 versteht, dass die Umwelt der DDR "Das Tafelsilber der Wiedervereinigung" ist, die Mitgift.

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