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Seit seiner Jugend sammelt Hellmuth Karasek, Journalist und Schriftsteller, Witze in allen Varianten. Diktatorenwitze, jüdische Witze, Arztwitze, Irrenwitze, Männerwitze, Frauenwitze, Elefantenwitze – kein Lebensbereich, der nicht als Witz taugt. Viele davon gibt er in seinem Buch preis.

Natürlich interessiert er sich dabei auch für den geistigen Hintergrund, für Freuds psychoanalytische Deutung, für die Psychologie hinter der Pointe: Was macht Witze witzig? Gibt es ganz neue oder nur immer wiederkehrende Varianten? Ist der Witz eine wirksame Waffe der Unterdrückten? Unterscheidet sich der Humor von Frauen und Männern? So macht er sich stark für eine fast vergessene Kultur, die angeblich keine ist. Er versteht den Witz als die kürzeste und präziseste Form von erzählter Literatur. Romanautoren brauchen Hunderte Seiten, um die Realität zu erfassen, ein Witz kann dies in wenigen Zeilen auf den Punkt bringen. Angeregt wurde Karaseks Buch von gemeinsamen Auftritten mit dem Arzt, Bestsellerautor und erfolgreichen Komiker Eckart von Hirschhausen.

Hellmuth Karasek, Journalist und Schriftsteller, leitete über zwanzig Jahre lang das Kulturressort des "Spiegel", war Mitherausgeber des "Berliner Tagesspiegel" und ist jetzt Autor von "Welt" und "Welt am Sonntag". Er veröffentlichte "Billy Wilder. Eine Nahaufnahme" (1992), "Mein Kino", ein Buch über seine Lieblingsfilme (1994), "Go West!", eine Biographie der fünfziger Jahre (1996), den Essay "Hand in Handy" (1997), den Roman "Das Magazin" (1998), die satirischen Glossen "Mit Kanonen auf Spatzen" (2000), den Roman "Betrug" (2001), "Karambolagen. Begegnungen mit Zeitgenossen" (2002), seine Erinnerungen "Auf der Flucht" (2004), den Bestsellererfolg "Süßer Vogel Jugend oder Der Abend wirft längere Schatten" (2006), den Glossenband "Vom Küssen der Kröten" (2008), "Ihr tausendfaches Weh und Ach. Was Männer von Frauen wollen" (2009) und "Im Paradies gibt´s keine roten Ampeln" (2011), "Auf Reisen" und "Frauen sind auch nur Männer" (2013).