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Vielleicht kennen Sie ja Scala aus dem Fernsehen oder haben schon einmal ein Musikvideo mit dem erfolgreichen Mädchenchor gesehen? Oder vielleicht hörten Sie Scalas Version von "With or without you" (U2) bei Ihrem Lieblingsradiosender)? Oder Sie kennen die Scala-Mädchen, weil Sie eine Karte für eine ihrer Live-Aufführungen kauften?

Es ist eine Erfolgsgeschichte, ein Traum für jeden, der es erlebt hat. Obwohl auf der Mitgliederliste des Mädchenchores von Steven und Stijn Kolacny zurzeit über 200 Mädchen (16-26 Jahre) stehen, hat es alles ganz klein angefangen. Die erste Probe von Scala fand am 2. April 1996 statt, mit genau 18 Mitgliedern. Die beiden Pianisten- Brüder beabsichtigten, in ihrer Freizeit mit "Stimmen" zu arbeiten und ein Chor ist dafür natürlich ein ideales Experiment.

In den ersten Jahren fand man Scala im klassischen Chormilieu. Die vielen Proben führten bald schon zu ausgezeichneten Ergebnissen bei klassischen Chorfestivals und Wettbewerben. Ganz schnell aber sind die beiden Brüder vom traditionellen Parcours abgewichen. Auf der Suche nach einem "anderen Repertoire" fing Steven selbst an, Arrangements einer Vielzahl bekannter Pop- und Rocksongs anzufertigen. So wurde – ohne dass sich die Brüder dessen bewusst waren – der "echte" Scala-Chor geboren.

Am 1. Dezember 2002 wurde dann die erste CD "Scala on the Rocks" aus der Taufe gehoben. Das Konzept ist einfach aber gewagt: Wandle einen Rocksong in die Klangwelt von vierzig Mädchenstimmen und eines Klaviers um.

Der Erfolg dieser ersten CD und die Reaktion der Presse und des Publikums waren eine große Überraschung. Von fast allen flämischen Rundfunksendern, TMF (TMF awards) und JimTV, der schreibenden Presse, Gastauftritte bekannter Gesichter aus der belgischen Rockwelt (Zornik, Arid, Hooverphonic, K’s Choice, Noordkaap....), und einer ganzen Reihe Sommerfestivals unterstützt, erhielt der Chor eine goldene "On the Rocks-CD" in Belgien, für einen Chor gab es das vorher noch nie.

Im Spätjahr 2003 folgte der Release der zweiten Scala CD "Dream on" (nach der gleichnamigen Nummer Depeche Mode) und es gab die erste große Gastspielreise in verschiedene flämische Kulturzentren.

Und plötzlich taucht auch "das Ausland" auf. Schon bald wurden die Scala-CDs in den Nachbarländern entdeckt. In Paris rollten RTL2 und M6 den Scala-Mädchen den roten Teppich aus, und hielt Nicolas Sirkis (Leadsänger Indochine) mit seiner Liebe fürs Scala-Konzept nicht hinterm Berg. In Deutschland entdeckte der Berliner Sender "Radio Fritz" Scala. Die Scala-Version von Engel (Rammstein) und ein Live-Fritz-Konzert im August 2004 bewirkte nicht nur große Anerkennung der Rammstein-Mitglieder selbst, sondern es folgten auch zahlreiche Konzerte in Deutschland. Radio- und Fernsehprogramme entdeckten Scala genauso (Eins Live, Radio Eins, Delta Radio, Radio Bremen 4, die German Radio Awards, Viva, MTV) und eine Zusammenarbeit mit der deutschen Band Mia trug Früchte.
Eine lange Reihe ausverkaufter ausländischer Auftritte und der Release von "Respire" und "Grenzenlos" waren die logische Folge.

Ab 2005 beginnt sich das Totalkonzept um die Scala-Stimmen und die Rock-Covers deutlich und endgültig zu entwickeln. Steven fängt an mehr und mehr eigene Nummern zu schreiben und seine Zusammenarbeit mit dem belgischen Rocksänger Koen Buyse (Zornik) ist deutlich im erneuerten Scala-Klang zuhören. Koen wird auch immer mehr als Ko-Produzent der von Steven gefertigten Arrangements, aber vor allem auch wegen seiner eigenen Nummern engagiert. Dies kommt zum ersten Male auf der CD "It all leads to this", die im September 2006 auf den Markt kommt, zum Ausdruck – übrigens auch mit Gold preisgekrönt wird. Dem Release folgt eine gleichnamige lange Gastspielreise auf Bühnen in verschiedenen Ländern. Dabei zeigt sich noch einmal, wie wichtig heutzutage Klang, Beleuchtung, Dekor und Projektionen im ganzen "Scala-Live-Geschehen" geworden sind.

Ab 2006 wird deutlich wofür die Scala-Formel eigentlich steht. Engelhafte und gewagte Cover von Rockliedern und Pophits, von himmlischen Mädchenstimmen dargeboten. Die Idee ist genauso einfach, wie auch brillant: klassische Rocksongs zu entkleiden, bis sie fast nur ihr eigenes Fell anhaben, und sie genau so lange zu bearbeiten, bis ein belgischer Mädchenchor ihnen eine ganz neue Dimension geben kann.

Diese Formel kommt "live" besonders gut an. Unter der Führung der Brüder Steven und Stijn Kolacny ist der belgische Chor Scala zu einem internationalen Phänomen gewachsen, das nicht nur Werke von Radiohead, Rammstein und Nirvana aufführt, sondern auch noch eigene Popnummern bringt. Die Beziehung zum Publikum ist der Gruppe heilig. Der Mädchenchor, der in den vergangen Jahren in der Chorwelt eine wahre Revolution herbeigeführt hat, erreicht, wo immer er auch auftritt, gedrängt volle Säle.


2008 wächst auch in Deutschland die Anzahl Konzerte. Scala bringt nun immer mehr deutsche Nummern, und die eigene Version von "Hungriges Herz" (MIA) läuft in viel gesehenen Werbespots des deutschen Fernsehens.

Im Februar 2009 tritt der Mädchenchor zum ersten Mal in en VS auf, genauer gesagt im Times Center NEW YORK. Seitdem werden die Brüdern Kolacny und ihre Sängerinnen von amerikanischen Produzenten und Buchungsagenturen hofiert. 2010 steht die Gruppe vor dem Tor des großen amerikanischen Durchbruchs. PBS (Public Broadcasting Service – der amerikanische Nationalrundfunk) will ein TV-Special von Scala aufzeichnen – eine Live- Aufzeichnung eines Scala-Konzertes, welche im August 2010 im amerikanischen Fernsehen gesendet wurde. Die Live-Aufnahme des Scala-Specials fand am 28. April 2010 im Konzertgebäude von Brügge statt. Zusammen mit dem TV-Special folgt im Spätjahr 2010 der Release einer nagelneuen CD und DVD ("Circle") und eine lange Gastspielreise, die über Belgien und Deutschland, die Niederlande und Skandinavien zu verschiedenen amerikanischen Großstädten führen wird.

Allmählich schließt sich der Kreis. Von Covern zu eigenen Nummern, von Kirchen zu Rockfestivals. Scala spreizt die Flügel in alle Welt. Scala ist genau, was die Musikindustrie so sehr mag: einzigartig, gewollt, neue Töne und ein neues Genre. Eine Brücke zu neuer Musik und einem neuen Publikum. Zarte, ätherische Frauenstimmen sind die Seele, die die Kolacnys zu fassen und zu gestalten versuchen. Gänsehaut!

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