Der Naturwissenschaftliche Verein zu Magdeburg e.V., Förderverein des Magdeburger Naturkundemuseums, lädt am Donnerstag, den 3. Februar um 19 Uhr zum ersten öffentlichen Abendvortrag in diesem Jahr ein.

Wilfried Kiske, Vorsitzender des Heimatvereins Plötzky/Ostelbien e.V., berichtet in einem Videovortrag über die Geschichte der Plötzkyer und Pretziener Steinbrüche. In Bild und Ton wird die Entstehungsgeschichte der Steinbrüche von den Anfängen Ende des 11.Jahrhundert bis zur Schließung des letzten Steinbruches 1963 gezeigt. Alte Schwarzweißaufnahmen zeigen den Abbau und Transport der Steine und ihre Verwendung sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen der Steinbrucharbeiter. Auch der spätere Sandabbau spielt im Video eine Rolle.

Abgebaut wurde der sogenannte Gommern-Quarzit - eine bis zu 430 Meter mächtige Sandsteinablagerung, die im Paläozoikum vor 320 Mio. Jahren gebildet wurde. Er ist aus einer Ablagerung aus Sand und Ton am Meeresboden entstanden und durch Gebirgsbildung verfestigt und angehoben worden.
Heute findet man in dem ehemaligen Abbaugebiet um Plötzky, Pretzien, Gommern und Danikow insgesamt 24 Steinbruchseen, die als Badegewässer genutzt werden.

Der Eintritt für den Vortrag ist frei.