Im vergangenen Jahr feierte der Dom St. Mauritius und St. Katharina seinen 800. Geburtstag. Es ist die erste deutsche Kathedrale, die in gotischen Formen erdacht und ausgeführt worden war. Nirgend sonst in Deutschland sind die Übergänge zwischen Romanik und Gotik so deutlich ablesbar. In seiner jetzigen Gestalt wäre der Dom vermutlich nie gebaut worden, hätte nicht am 20. April 1207 ein fürchterlicher Stadtbrand auch die von Otto dem Großen begründete Kathedrale vernichtet. Das Feuer hinterließ von der vermutlich großartigsten Bischhofskirche nördlich Roms nur einen Trümmerhaufen.

Aber aus den Ruinen erwuchs – wie häufig in Magdeburgs Geschichte – neue Pracht. Nicht nur die Architektur des mächtigen dreischiffigen Bauwerks ist einmalig. Zahlreiche Kunstwerke ziehen Touristen an : Dazu gehören die Bildwerke der Klugen und Törichten Jungfrauen, die Renaissancekanzel im Mittelschiff, das himmlische Herrscherpaar, das häufig auch als Otto und Editha gedeutet wird, die Gräber des Herrscherpaares, das Barlach-Mahnmal und die neue Hauptorgel. ( rpr )