Ein Abbild des Namenspatrons empfängt die Gäste an der Tür. Im " Bonapart " können sich die Magdeburger ab Sonnabend an französischer Gastlichkeit und Küche erfreuen. Die Idee, aus dem früheren " Belmondo " ein " Bonapart " zu machen, stammt von Eike Kühle, dem neuen Eigentümer des romantischen Lokals am Breiten Weg, gleich gegenüber der Grünen Zitadelle.

" Eine tolle Lage ", sagt Eike Kühle, " aus der man etwas machen kann ". Damit das gelingt, überlässt er nichts dem Zufall. Er feilt an Speise- und Weinkarte, plant einen überdimensionalen Eiffelturm als Hingucker an der Hausfassade, tüftelt an Krimi-Abenden mit Fünf-Gänge-Gericht im Restaurantbereich und an regelmäßigen Verwöhnabenden für Frauen im großen Tonnengewölbe aus dem 12. Jahrhundert.

Damit drin ist, was drauf steht, hat Kühle für die Küche einen Franzosen verpflichtet. Laurent Juillot kann aber nicht nur kochen. Er ist ausgebildeter Patissier, Chocolatier, Confiseur und Glacier und kann sogar aus Zucker Figuren fertigen. Die Speisekarte ist übersichtlich. Nur sechs Hauptgerichte – darunter Tournedos " Bonapart " als eine Art heraldisches Schmeckerle – verraten den Küchengrundsatz des Hauses : " Bei uns gibt es nur frische Ware ", sagt Kühle. Dazu bereitet eine auserlesene Weinkarte Qualen der Wahl.

Eike Kühle hofft, dass die Gäste gern wieder kommen werden. " Sie sollen uns als den kleinen Franzosen mit dem großen Geschmack erleben ", sagt er. Beim Abschiedsblick auf den lebensgroßen Napoleon lässt sich der lustige Hintersinn des von Eike Kühle erdachten Mottos erahnen. www. bonapart-md. de ( rpr )