Elend, seit diesem Jahr Teil der Stadt Oberharz am Brocken, blickt auf eine mehr als 500-jährige Geschichte zurück. Der Name täuscht. In Elend ging es über die Jahrhunderte zwar nicht immer idyllisch zu, aber immer naturnah. Die schöne Natur im Oberharz und in diesem Teil des Bodetals lockte seit Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend Sommerfrischler nach Elend. Im Sommer 1925 wurden bereits 31 550 Übernachtungen gezählt. Der Fremdenverkehr wurde allmählich zu einer lukrativen Einnahmequelle für die Bewohner des Ortes. Erst recht, als ab 1928 eine Straße nach Schierke und Wernigerode gebaut wurde. Allerdings war Elend schon seit 1899 durch die Harzquerbahn mit der großen weiten Welt verbunden.

In der Mitte des Ortes steht seine größte Sehenswürdigkeit, die kleinste Holzkirche Deutschlands. Das fünf mal elf Meter große Kirchenschiff bietet 80 Personen Platz. Führungen sind nach Anmeldung möglich : ( 039455 ) 292 ( Frau Kluge ). ( rpr )