Berlin - Inspiriert von Buñuel, David Lynch, der Mythologie und der Bibel; surrealistische Texte über Sex, Gewalt und fiese College-Studentinnen; ekstatisches Geschrei zu harten Gitarrenriffs zwischen Laut und Leise - fertig war das Meisterwerk.

Vor 25 Jahren wurde das Album "Doolittle" von den Pixies veröffentlicht, das vom Musikmagazin "Rolling Stone" - ganz klar - zu den 500 besten Alben aller Zeiten gezählt wird und zusammen mit den anderen drei Pixies-Werken vermutlich jede Gitarrenband - von Nirvana bis zu den Strokes - in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten beeinflusst hat.

Ende letzten Jahres war der auch heute noch explosive Klassiker als 3-CD-Sonderedition neu auflegt worden. Neben dem originalen Album gibt es Sessions bei dem legendären britischen DJ John Peel sowie reichlich B-Seiten und Demos - wobei letztere vor allem zeigen, dass die Pixies ziemlich gut vorbereitet ins Studio gingen und an den Songs nur wenig verändert wurde. Der Mehrwert? Rund die Hälfte des Materials soll in dieser Form noch nicht veröffentlicht worden sein.

Von der Zauberkraft der Songs waren die Pixies von Anfang an überzeugt: "Als wir mit den Demos fertig waren, hatten Joey und ich das Gefühl \'Oh yeah... irgendwas Großes ist passiert.\' Wir waren echt zuversichtlich", erinnerte sich Black Francis (Frank Black/Charles Michael Kittridge Thompson IV) im Interview mit "Esquire".

Nach dem noch recht rauen Debüt "Surfer Rosa" (1988) war bereits ein Jahr später "Doolittle" erschienen, was den Pixies nicht nur weiteres Kritikerlob einbrachte, sondern auch eine größere Öffentlichkeit bescherte. In England schaffte das Album mit Hits wie "Here Comes Your Man" gar den Sprung in die Top Ten.