Berlin - Im kalten Februar wird es Zeit für ein paar schöne Clubkonzerte. Ob sanfte Balladen von Alexa Feser, Gangsta-Rap von Haftbefehl oder der unnachahmliche Sound aus elektronisch versetztem Indie- und Progressive-Rock von Archive - es ist für jeden etwas dabei.

HAFTBEFEHL: Der Gangsta-Rapper aus Offenbach avancierte 2014 zum Liebling der Kritiker. In den Feuilletons wurde sein erstes Major-Album "Russisch Roulette" bisweilen hymnisch gefeiert. Im Februar startet der 29-jährige Aykut Anhan seine "Lass die Affen aus dem Zoo"-Tour. Zwölf Termine sind geplant, unter anderem in München (5.), Fulda (7.), Hamburg (13.), Stuttgart (18.) und Köln (19.).

THE KOOKS - Sie haben sich Zeit gelassen für ihre Runderneuerung. Nach drei Jahren Pause brachten die Kooks im vergangenen Herbst ihr neues Album "Listen" raus. Die Indie-Rock-Band, "das sind nicht wirklich wir", sagt Frontmann Luke Pritchard im dpa-Interview. Jetzt sind die Kooks Funk, Soul, Jazz - und immer noch ein bisschen die Alten. Zu hören gibts den neuen und alten Sound unter anderem in Offenbach (2.), Dresden (5.), Hamburg (6.) und Köln (18.).

ALT-J: 2012 galten sie noch als Newcomer des Jahres. Inzwischen haben sich Alt-J nicht nur zu den Lieblingen der Feuilletons, sondern auch des Publikums etabliert. Die britische Alternative-Band, deren seltsamer Name auf eine Tastenkombination zurückgeht, brachte im vergangenen Jahr das gefeierte Album "This Is All Yours" heraus. Im Februar gastieren Alt-J fünf Mal in Deutschland, und zwar in Offenbach (7.) Köln (8.), Hamburg (9.) Berlin (11.) und München (17.)

KITTY, DAISY & LEWIS: Die drei sind einfach unwiderstehlich: Die Geschwister Kitty, Daisy und Lewis Durham aus London haben mit ihrer unprätentiösen Art längst eine Riesen-Fangemeinde um sich versammelt. Ihre bewährte Mischung aus Rockabilly, Blues, Ska und diversen anderen Stilen haben sie auch auf ihrem gerade erschienenen Album "The Third" beibehalten. Live kann man sie sehen in Hamburg (22.), Berlin (24.), Wiesbaden (27.) und München (28.). Im März hängen sie noch einen Auftritt in Köln (12.) dran.

ALEXA FESER: Mit ihrem Album "Gold von morgen" bezauberte Alexa Feser nicht nur Ina Müller, sondern auch die Kritiker. Die Berliner Sängerin, Songwriterin und Pianistin nimmt Anfang März an der Vorauswahl zum Eurovision Song Contest teil, zuvor spielt sie im Februar mehrere Konzerte in Deutschland, etwa in Neumünster (8.) Köln (10.), Stuttgart (11.), Frankfurt (14.), Berlin (15.)

ARCHIVE: Die britische Band gehört seit rund 20 Jahren zu den großen Unangepassten im Musikbusiness. Mit ihrem unnachahmlichen Sound aus elektronisch versetztem Indie- und Progressive-Rock polarisieren Archive immer wieder. "Wir erfüllen keine Erwartungen", sagte Bandoberhaupt Darius Keeler im dpa-Interview. Es dürfte also spannend werden in Dortmund (27.) und Bremen (28.). Weitere Konzerte folgen im März.

SONS OF BILL: Sie haben das Rad nicht neu erfunden, aber mit ihrem Country-Rock haben Sons Of Bill nach und nach immer mehr Fans für sich begeistert. Für ihr viertes Studioalbum "Love And Logic" konnten sie sogar den einstigen Wilco-Mistreiter Ken Coomer als Produzenten gewinnen. Ihren klassischen Roots-Rock stellen Sons Of Bill in Hamburg (7.), Berlin (8.), München (9.) und Köln (10.) vor.

(Alle Termine beruhen auf Angaben der Veranstalter und können sich kurzfristig ändern.)