
Von Klaus-Peter Voigt
Magdeburg. "Sachsen-Anhalts Jugendmusikfest sucht deutschlandweit seinesgleichen", sagte gestern dessen Intendant Wolfgang Kupke in Magdeburg. Mit der 16. Auflage in diesem Jahr sei es zu einer nicht mehr wegzudenkenden Tradition geworden. 32 Konzerte junger Solisten, Chöre und von Ensembles zeigten vom 16. September bis zum 2. Oktober ihr Können.
Die Konzerte der insgesamt mehr als 500 Mitwirkenden finden in allen Regionen des Bundeslandes statt, zeigte er sich zufrieden. Selbst kleine Orte wie Beuster in der Altmark, Schulpforte bei Naumburg oder Zahna an der Dübener Heide würden in das Programm einbezogen.
Noch keine Sicherheit für das nächste Jahr
Unter dem Thema "Wenn alle Brünnlein fließen ..." gastieren die jungen Leute in Festsälen, Kirchen, Schulen und auf Theaterbühnen von 27 Städten sowie Gemeinden. Das Programm reicht von der Klassik und zeitgenössischer bis zu alter Musik und zum Jazz.
Junge Talente erhalten eine unkomplizierte Möglichkeit sich einem breiten Publikum vorzustellen. Oftmals ist der Eintritt kostenlos oder für die Karten sind nur wenige Euro zu bezahlen.
Zum Auftakt des dreiwöchigen Jugendmusikfestes, Veranstalter ist der Landesmusikrat Sachsen-Anhalt, treffen sich in Magdeburg drei Tage lang fünf Jazzbands und 30 weitere Musiker. Sie proben gemeinsam, um am 18. September das Eröffnungskonzert des Festivals zu bestreiten. 100 Mädchen und Jungen vereinen sich dann zu einer XXL-Big-Band und bieten ein ungewöhnliches musikalisches Erlebnis, erläuterte Kupke.
Ein weiterer Höhepunkt ist der Tag des Singens am 30. September. 120 Schulen nehmen mit individuellen Beiträgen daran teil, sagte die Direktorin des Jugendmusikfestes Ulrike Dietrich.
In der Hofpause musizieren Schüler gemeinsam. Sie besuchten daneben auch Seniorenheime oder Kirchen, um dort gemeinsam aufzutreten. 15000 Sänger wollen diesen Programmpunkt des Festivals zu einem Erfolg werden lassen. "So möchten wir in erster Linie Grundschulen für ein verstärktes Interesse an der Musik sensibilisieren", erklärte Dietrich.
Die Finanzierung des Festivals ist nach Angaben des Veranstalters in diesem Jahr gesichert. Allein das Land Sachsen-Anhalt fördert das Projekt mit 138.000 Euro. Sponsoren helfen dabei, die offenen Beträge aufzubringen. Für das kommende Jahr gibt es allerdings nach Einschätzung der Direktorin noch keine Sicherheit, wie die Förderung der öffentlichen Hand aussehen wird.
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