Dresden (dpa) - Farbe und Licht: Eine Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) präsentiert bis Ende Mai Italienbilder deutscher und internationaler Künstler aus dem 19. Jahrhundert.

In der umfassenden Retrospektive mit dem Titel "Unter italischen Himmeln" (10. Februar bis 28. Mai) ist erstmals der reiche Dresdner Bestand zu sehen, ergänzt um die Vorbilder aus der Gemäldegalerie Alte Meister, Plastiken der Antike und des 19. Jahrhunderts der Skulpturensammmlung sowie hochkarätige Leihgaben aus London, Kopenhagen, Frankfurt, Berlin und München.

"Anhand eines Themas lässt sich die gesamte Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts und ihre Entwicklung wunderbar nachvollziehen", sagte Museumsdirektorin Hilke Wagner. Die Ausstellung zeigt das Italienbild jener Zeit von Klassizismus und Romantik bis zu den Strömungen von Realismus und Symbolismus - von Hackert oder Blechen bis Menzel oder Klinger. Dabei stehen die Werke deutschsprachiger Künstler im Dialog mit dem Schaffen internationaler Zeitgenossen wie Camille Carot, Johan Christian Dahl, William Turner und Arnold Böcklin.

Drei Viertel der rund 130 ausgestellten Werke stammen aus dem SKD-Bestand; die Dresdner Italienbilder wurden auch wissenschaftlich bearbeitet. Einige der Gemälde waren bisher kaum oder noch nie ausgestellt. Sie wurden aufwendig restauriert und teils in ihrer Qualität wiederentdeckt, wie die Kuratoren Heike Biedermann und Andreas Dehmer erklärten.

Ihnen zufolge war Italien im 19. Jahrhundert ein Magnet für Reisende aus dem Norden Europas. Das helle Licht, die reiche Renaissancekunst, die Landschaften und die antiken Stätten boten Inspiration für Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle. In Deutschland befeuerte Goethes 1816 erstmals veröffentlichte "Italienische Reise" den Drang gen Süden. Am Ende des Rundgangs steht das aktuelle Italienbild: Besucher können dort in einer Videobox Impressionen und Fotos aus dem Urlaub hinterlassen.

Unter italischen Himmeln