Paris (dpa) - Der senegalesische Bildhauer Ousmane Sow ist tot. Der für seine monumentalen Plastiken afrikanischer Ethnien bekannte Künstler starb im Alter von 81 Jahren am Donnerstag in Dakar, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter berufung auf die Familie berichtete.

Sows Gesamtwerk spiegelt sein Interesse für Afrika und seine Menschen wider. Zwischen 1984 und 1987 schuf er die "Nubas": muskulöse und überlebensgroße Nuba-Ringer, danach folgten die Figurengruppen "Die Massai", "Die Zulus" und schließlich "Die Massai".

Sow nahm 1992 an der documenta IX in Kassel teil. Seine 1998 entstandene Serie "Die Schlacht am Little Bighorn" wurde weltweit ausgestellt. Sow war der erste afrikanische Künstler, der in die renommierte Französische Akademie der Schönen Künste aufgenommen wurde. Er hatte Ende der 50er-Jahre Dakar verlassen, um in Frankreich zu studieren.