Burg l Wird die Burger Innenstadt zur Landesgartenschau Potemkinsches Dorf sein oder bunt, lebendig und einladend auf die Besucher wirken? Diese Frage stellt sich gut ein Jahr vor dem Start der Laga, findet Birgit Schmidt vom Geschäftsstraßenmanagement. „Wenn im Schnitt gut 2500 Leute täglich an den 170 Tagen der Gartenschau in die Stadt kommen werden, ist das eine große Chance auch für die Innenstadt und ihre Geschäfte“, sagte sie im Rahmen einer Diskussionsrunde zum Tag des Stadtebaus im Burger Kino.

Dabei wird es darauf ankommen, wie einladend die Stadt auf die Gäste über das gut 16 Hektar umfassende Ausstellungsgelände mit Goethe- und Flickschupark, Ihlegärten und Weinberg hinaus sein wird.

Fünfter Standort

„Die Innenstadt ist der fünfte Standort der Landesgartenschau.“ Davon ist Laga-Geschäftsführerin Sonnhild Noack überzeugt. „Das ist das Pfund, das wir den Burger Händlern in die Hände spielen wollten und wollen.“ Es muss mit Leben gefüllt werden.

Über Rundkurs ist die Innenstadt mit Markt und Schartauer Straße fest in das Laga-Geschehen eingepreist. Eine Wegebahn soll Gäste hierher bringen. Sie können an bestimmten Haltestellen aussteigen. Rund 800 zusätzliche Parkplätze sollen entstehen.

Was werden Besucher zur Laga-Zeit dann in der Innenstadt vorfinden? Dabei stellen sich Fragen wie:

• Wird es mehr Gastronomie im Freien mit Tischen und Sitzplätzen geben?

• Wird es zusätzliche Öffnungszeiten an Sonntagen oder Feiertagen wie Pfingsten geben?

• Wie werden die Burger die Besucher ihrer Stadt begegnen: als Gastgeber, freundlich, hilfsbereit?

• Wie werden sich die Burger selbst einbringen?

• Wie sauber wird die Stadt sein und gehalten?

• In anderen Städte gibt es die Aktion „Nette Toilette“. Gegen einen kleinen Obolus öffnen Geschäfte Besuchern ihre sanitären Anlagen. Wird das auch in Burg möglich sein.

• Wird es Straßenmusik, Konzerte, Modenschauen oder Feste geben?

• Werden Auslagen und Häuser geschmückt sein? Wird es Wimpelketten geben?

• Zur Laga sollen in der Schartauer Straße neue Bänke, Blumenkübel und Papierkörbe aufgestellt werden. Übernehmen Händler Patenschaften über Blumenkübel?

• Auch Anforderungen und Fragen zum Sicherheitskonzept, zu Polizeipräsenz und Not- und Rettungsdienst sind zu klären.

„Es ist keine Frage zusätzlichen Geldes, sondern der Ideen und des Wollens“, findet Birgit Schmidt. Die Geschäftsstraßenmanagerin will mit den Geschäftsleuten am 8. Juni um 8 Uhr beim nächsten Händlerfrühstück dazu ins Gespräch kommen. „Es wird am Ende darum gehen“, ist die Managerin überzeugt, „ob die Eindrücke der Laga-Besucher so positiv sind, dass sie gern wieder nach Burg kommen wollen.“