Burg l Zehn Zimmer verteilt auf vier Wohnungen mit insgesamt 24 Betten, vier schöne, helle Küchen und ebenso viele gemütliche Wohnzimmer. Für die minderjährigen Auszubildenden der Berufsschule „Conrad Tack“ in Burg gibt es seit einigen Monaten ein neues Wohnheim auf dem Gelände des Corneliuswerks. Geschaffen wurde dieser Wohnraum für allem für jene Auszubildende, die einen weiten Anfahrtsweg haben. Landrat Steffen Burchhardt (SPD) und Stefan Bruns, Leiter der Berufsbildenden Schulen, besichtigen die neuen Räumlichkeiten am Rande der Stadt.

Neuer Wohnraum war gefragt

„Der Ausgangspunkt für die Schaffung des neuen Wohnraums liegt etwa eineinhalb Jahre zurück“, erinnert Landrat Burchhardt. Damals gingen beim Landkreis und der Berufsschule zahlreiche Beschwerden bezüglich der Unterbringung der Berufsschüler ein. Der Kreis hatte zuvor Einraumwohnungen für die Unterbringung der jugendlichen Auszubildenden angemietet. „Doch die entsprachen in Sachen Qualität und Quantität nicht den Standards“, resümiert der Landrat. „Es musste eine neue Lösung her und die ist hier gefunden.“

Zwar ist das Wohnheim mit dem Namen „Junges Wohnen“ relativ weit ab vom Schuss, aber „mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man in die Stadt und viele Azubis nutzen auch das Fahrrad“, erklärt Kay Karbe, einer der beiden Betreuer.

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Gut ausgelastet

„Im Schnitt sind 15 bis 20 Berufsschüler hier vor Ort“, ordnet Karbe ein. In den allermeisten Fällen würden sich alle angemessen und ordentlich benehmen und gemeinsam eine schöne Zeit verbringen, so Karbe weiter.

Auch Berufsschul-Leiter Stefan Bruns zeigt sich zufrieden mit den zur Verfügung gestellten Wohnungen und erklärt, warum der Wohnraum so wichtig ist: „Einmal gibt es natürlich die Betreuungspflicht für die minderjährigen Jugendlichen. Und auf der anderen Seite haben wir mit den Ausbildungsgängen zum Notarfachangestellten und zum Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik zwei Landesfachklassen hier in Burg. Das heißt, es werden Auszubildende aus mehreren Bundesländern hier beschult, die auch teilweise einen langen Anfahrtsweg haben, weil sie zum Beispiel aus Thüringen, Sachsen oder Berlin kommen.“

Vorm Einzug wird ein Mietvertrag über ein Jahr geschlossen, gezahlt werden aber nur die wirklich genutzten Nächte – 12,30 Euro sind pro Nacht fällig.

Einige Baustellen gebe es aber noch. „Wir haben hier noch kein funktionierendes Internet. Daran wird aber gearbeitet“, sagt Karbe. Und sowieso locke die umgebende Natur viele an ihren freien Nachmittagen und Abenden ins Freie. „Oft kochen die Jugendlichen auch zusammen“, weiß Karbe zu berichten.