Burg l Für einen Paukenschlag sorgte Donnerstagabend der Hauptausschuss des Burger Stadtrates. Das Gremium hat sich hinter verschlossenen Türen mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Pachtvertrages für die Bewirtschaftung der Stadthalle mit der PSE Service GmbH (Janin Niele) ausgesprochen. Ob es dabei bleibt, muss nun der Stadtrat am kommenden Mittwoch entscheiden. Offensichtlich sind die Mehrheitsverhältnisse aber gegen PSE gekippt.

Auf der Sitzung sollte ursprünglich über den Pachtvertrag zwischen Stadt und PSE befunden werden, den die Verwaltung ausgearbeitet hatte. Grundlage dafür war der jüngste Stadtratsbeschluss, der noch eine Vertragsverlängerung mit der PSE vorsah.

Doch die CDU stellte nach Informationen der Volksstimme den Antrag, keinen Vertrag mit der PSE einzugehen, weil die finanzielle Situation in vielen Punkten bis hin zur Zahlungsmoral nicht wahrheitsgemäß offengelegt worden sei.

Neue Erkenntnisse

Nach langer Diskussion wurde dieser Antrag schließlich angenommen. Damit ist der jüngste Stadtratsbeschluss zugunsten der PSE hinfällig.

Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion sprachen gegenüber der Volksstimme „von neuen Erkenntnissen, die einschneidend sind und keine andere Wahl lassen“. In diesem Zusammenhang soll es auch noch offene Forderungen hisichtlich der Betriebskosten geben.

Mitglieder der SPD, die ohnehin gegen eine Verlängerung mit der PSE gestimmt hatten, fühlten sich bestätigt.

Einig sind sich aber die Stadträte, dass das Verfahren der Öffentlichkeit „kaum noch zu vermitteln ist“.