Gardelegen l Firmenneuansiedlungen seien sehr schwer zu schaffen. In den meisten Fällen handele es sich um die Erweiterung vorhandener Unternehmen, betonte die städtische Wirtschaftsförderin, Julia Schlüsselburg, in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses in Lindstedt. Sie war eingeladen worden, um über die Aktivitäten der Stadt in Sachen Wirtschaftsförderung im vergangenen Halbjahr zu informieren.

Entscheidung eventuell Anfang 2017

Demnach gebe es für das Gewerbegebiet Ost überhaupt keine Anfragen. Dagegen gibt es eine konkrete Nachfrage für Industrieflächen im Kämmereiforst. „Eventuell wird dort 2017 ein Projekt umgesetzt“, so Schlüsselburg. Anfragen gebe es auch für das Industriegebiet Nord 1. Allerdings befinde sich der Gardeleger Standort noch im Wettbewerb mit anderen Standorten in Sachsen-Anhalt. Schlüsselburg rechnet mit einer Entscheidung Anfang des kommenden Jahres.

Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung sei die Bestandspflege vorhandener Unternehmen. Unter anderem seien Vortragsabende und Workshops zu verschiedenen Themen angeboten worden. Die Resonanz sei recht gut gewesen. Jüngstes Beispiel sei die Veranstaltung zum Tourismus in der Altmark auf Gut Zichtau gewesen. Eine Folge- veranstaltung sei geplant.

Am Donnerstag, 15. Dezember, folgt eine weitere Informationsveranstaltung zum Thema „Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete in Gardelegen“.

Darüber hinaus will die Stadt weiterhin bei der Vermarktung leerstehender Geschäftsflächen helfen. Mit dem Neubau des Rewe-Marktes am Kreisverkehr Gifhorner Straße werde der jetzige Standort an der OdF-Straße leer gezogen. „Wir haben die ersten Fühler schon ausgestreckt. Zurzeit sind aber keine detaillierten Informationen möglich“, sagte Schlüsselburg mit Blick auf eine mögliche Nachnutzung des Gebäudes.

Vermarktung von Gewerbeflächen

Kontakt habe sie zudem mit der neuen Hausverwaltung des Gardeleger Hanse-Centers, die in Magdeburg ihren Sitz habe, aufgenommen. Vereinbart worden sei ein Gesprächstermin für das nächste Jahr. „Wir wollen darüber sprechen, wie die Stadt unterstützend helfen kann“, so Schlüsselburg.

Im Stadtgebiet seien 20 leer stehende Flächen lokalisiert worden. Die Eigentümer wurden angeschrieben, um einen Überblick über die Objekte zu erhalten – als Zuarbeit, um bei der Vermittlung unterstützen zu können. Ein leerstehendes Geschäftsobjekt in der Innenstadt, das einstige Annas Modehaus, habe einen neuen Eigentümer gefunden. „Das freut uns sehr“, betonte Schlüsselburg.

Zum Bereich Standortmarketing gehörte der sehr gut angenommene erste City-Beachvolleyball-Cup im Sommer auf dem Tivoliplatz. Den soll es auch im nächsten Jahr geben. Aktuell finden unter dieser Rubrik die Weihnachtsaktionen in der Innenstadt statt, wie der lebendige Adventskalender und die Nikolausaktion.