Packebusch l Geschockt stehen Bewohner des Dorfes Packebusch am Sonnabendabend kurz vor 22 Uhr in der Hagenauer Straße. Sie sind es, die die Rauchentwicklung in einem Einfamilienhaus festgestellt hatten, wie die Polizei mitteilt. Geistesgegenwärtig alarmiert ein Anwohner die Feuerwehr per Handauslösung der Sirene. Doch es ist zu spät. Schon beim Eintreffen sehen die Kameraden, dass das Haus bereits zur Hälfte in Flammen steht. Ortswehrleiter Dirk Borchert wird sehr schnell klar, dass es sich um einen Großbrand handelt und man die Unterstützung der umliegenden Wehren der Einheitsgemeinde braucht, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Nach und nach werden die Wehren aus Brunau, Kalbe, Badel, Thüritz sowie Jeetze zum Einsatz gerufen.

Über 80 Einsatzkräfte

Von zwei Seiten versuchen über 80 Kameraden, das Feuer zu löschen – vergeblich. Die sogenannte Durchzündung im Dachstuhl ist nicht mehr zu verhindern. Verletzte hat es bei dem Großbrand in Packebusch zum Glück nicht gegeben, da die betroffene Familie zu diesem Zeitpunkt auf dem Abi-Abschlussball ihrer Tochter in Salzwedel war. Jedoch ist der Hund der Familie in den Flammen ums Leben gekommen, wie die Polizei gestern mitgeteilt.

 

Bis in den frühen Sonntagmorgen dauern die Löscharbeiten am Haus – doch das Feuer entzündete sich gestern neu, wodurch Kameraden erneut im Löscheinsatz sind. Noch in der Nacht nimmt die Kriminalpolizei die Ermittlungen vor Ort auf. Noch ist allerdings nicht geklärt, wie es zu dem Ausbruch des verheerenden Feuers gekommen ist, teilt die Polizei gestern mit.

Nachbarn nehmen Familie auf

Bekannt ist bisher nur der Schaden. Die Polizei schätzt, dass es sich um einen Schaden von rund 100 000 Euro handelt, der durch den Großbrand entstanden ist. Bis auf Weiteres hat die Familie eine Unterkunft bei ihren Nachbarn gefunden, die sie sofort bei sich aufgenommen haben.

Die Ermittlungen dauern weiter an.