Neuenklitsche l „Da kommt der Weihnachtsmann“, riefen die Neuenklitscher Kinder. Aber leider brauste ein historischer Ausflugsbus am Kirchenvorplatz vorbei. „Der hat nur Reisende abgeliefert“, mussten die Erwachsenen beschwichtigen. Aber dann ein leises Klingeln, ein Auto mit vielen bunten Lichtern. „Der Weihnachtsmann kommt!“ Diesmal wirklich. Auf der Ladefläche eines historischen Geländewagens wurde der Rauschebart von den Mitgliedern der Ortsfeuerwehr auf das Gelände gefahren. Nacheinander durften die Kinder neben ihm Platz nehmen. „Warst du denn auch brav in diesem Jahr?“, fragte der Weihnachtsmann und gab sich mit der Antwort „Ja“ nicht zufrieden.

Vereine organisieren Stände

Zuerst mussten die kleinen Gäste nach alter Tradition noch ein Gedicht aufsagen und bekamen von Feuerwehrchef Martin Winkler ein kleines Geschenk überreicht. Fast 40 Kinder wurden dabei mit einem Präsent bedacht. Der Adventsmarkt vor der Neuenklitscher Kirche war auch in diesem Jahr eine Gemeinschaftsaktion verschiedener Akteure der Ortschaft. Feuerwehr, Kleintierzuchtverein Klitsche/Stremme sowie ehrenamtliche Mitarbeiter der Kirche hatten sich zusammengeschlossen, um den Besuchern einen vorweihnachtlichen Nachmittag zu bieten. Um auch optisch eine heimelige Atmosphäre zu schaffen, wurden zahlreiche Lichterketten auf dem Kirchplatz angebracht und der große Weihnachtsbaum von Kindern aus dem Ort festlich geschmückt. Zur Einstimmung gab es eine Vorführung des Märchens „Frau Holle“.

Ortbewohner hatten sich für das Stück zusammengefunden und es in den Tagen vor dem Markt einstudiert. „Die Märchenaufführung gibt es mittlerweile bereits seit fünf Jahren“, verriet Martin Winkler. Es fänden sich dankenswerter Weise auch immer wieder Mitstreiter, die sich um Kostüme und Kulissen kümmerten, so dass es das Publikum stets aufs Neue überrascht. Später herrschte großer Trubel an den zahlreichen Büdchen, in denen leckere Sachen und Nützliches verkauft wurden. Am Stand der Kirchengemeinde präsentierte Katrin Hertwig Dekorationen, selbstgestrickte Socken und Lebkuchenherzen. „Die wurden im Genthiner Gemeindehaus von deutschen und syrischen Kindern gebacken und werden hier für einen guten Zweck verkauft“, berichtete sie.

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Kirche soll saniert werden

Auch die Mitstreiter eines geplanten Fitnessstudios präsentierten sich mit einem Stand. Stetiger Andrang herrschte auch am Stand der Freiwilligen Feuerwehr, wo Schaschlik und Bratwurst auf dem Grill lagen. Mit von der Partie waren zudem die Mitglieder des Kleintierzuchtvereins Klitsche/Stremme. „Wir dürfen doch nicht fehlen, schließlich sind wir die Lokalmatadoren“, meinten sie launig. Ebenfalls fortgesetzt wurde die Tradition des festlichen Ständchens des Bläserchores Stremme. Dessen Mitglieder hatten sich auch in diesem Jahr im Kirchturm postiert und spielten weit oben über den Köpfen der Zuhörer weihnachtliche Melodien. In den kommenden Jahren soll die Kirche im Übrigen einer weiteren Sanierung unterzogen werden.

Da im Gotteshaus viel Holz verbaut ist, gibt es große Probleme durch Holzwurmbefall. Der Beginn der Maßnahme sei abhängig vom Verlauf anderer Projekte im Kirchenkreis. Mit Kosten von rund 15 000 Euro rechnen die Verantwortlichen im Kirchspiel. Im kommenden Jahr soll es wieder eine Ausstellung geben, mit der Geld für die anstehende Maßnahme gesammelt werden soll. Zuvor erstrahlt die Kirche aber im weihnachtlichen Glanz. Etwa beim Gottesdienst zum 4. Advent um 10 Uhr oder am Heiligabend um 16 Uhr. Dann wird auch ein Krippenspiel präsentiert. Am 31. Dezember, Silvester, wird es um 16 Uhr einen Gottesdienst zum Jahresende geben.