Schlagenthin l Einen weiten musikalischen Bogen schlug der Bläserchor des Kirchspiels Stremme während seines fast 90-minütigen Konzertes. Weihnachtliche Weisen wie „Leise rieselt der Schnee“ und „Macht hoch die Tür“ waren genau so zu hören wie das von Lionel Richie und Michael Jackson geschriebene „We are the world“ und das aus dem Musical Sister Act bekannte Stück „I will follow him“.

Gedichte und Volkslieder

Die Stücke verband Pfarrer Johannes Möcker mit kurzen Moderationen oder nachdenklichen und humorigen Texten. „Diese Frieda, liebe Kinder, diese Fliege hat es fein! Darum möcht auch ich im Winter, mal die letzte Fliege sein“, trug Möcker ein James-Krüss Gedicht über die letzte Fliege des Jahres vor. Damit leitete er zum Volkslied „Santa Lucia“ über, das besonders in skandinavischen Ländern sehr bekannt ist und von Kindern gern gesungen wird. Ein schwungvoll volltönendes „We wish you a merry Christmas“ setzte den Schlusspunkt des Konzertnachmittages. Der Bläserchor kann im kommenden Jahre bereits auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken.

Gegründet einst von drei Bläsern zum Himmelfahrtsgottesdienst in Zabakuck, gehören 15 Musiker unterschiedlichen Alters zum Ensemble. Bei Gottesdiensten, Konfirmationen und Gemeindefesten tritt der Chor regelmäßig auf. „Für den Auftritt zum Advent haben wir seit April mit unserem Chef Harry Banse geprobt“, verriet Johannes Möcker am Rande der Veranstaltung. Mit dem Konzert in Schlagenthin wurde Geld für den dritten Bauabschnitt der Sanierung der Kirche gesammelt. „Wir wollen dabei Altar, Kanzel und Empore sowie die Sitzflächen und den Boden sanieren“, erläuterte Monika Pilz vom Förderverein der Schlagenthiner Kirche.

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Weitere Kirchensanierung geplant

„Die sanierte Engeldecke ist schon auf viel Bewunderung gestoßen, jetzt hoffen wir auf weitere Unterstützung, damit wir auf der Zielgeraden nicht ins Stolpern geraten.“ Viel Lob erhielt der Förderverein für den kleinen Adventsmarkt im Kirchgarten, der sich dem Konzert anschloss. Fördervereinschef Rüdiger Schnapp war mächtig in Aktion und brachte frisch gegrillte Bratwürste unter die Leute. Auch der Heimatkalender mit historischen Ansichten war erstmals erhältlich.

„Wenn es noch eine Nachfrage gibt, beschaffen wir noch weitere Exemplare“, versprach Schnapp. Die historischen Ansichten der Ortschaft waren im Sommer aus privaten Beständen zusammengetragen worden. Gemütlich wurde es auf dem Adventsmarkt an den Ständen, an denen selbstgestrickte Socken, Glühwein und Naschwerk verkauft wurden. Im Gemeindehaus konnten die Schlagenthiner bei Kaffee und Kuchen im Warmen beisammen sitzen.