Halberstadt l Seit vielen Jahren ist es eine verlässliche Zuwendung für das Team der Wärmestube. „Weil wir überzeugt sind, dass Einrichtungen wie die Wärmestube nach wie vor notwendig und wichtig sind in unserer Gesellschaft“, sagte Peter Pinkernelle von der Harzsparkasse und betonte, dass diese Spende zugleich auch eine Wertschätzung des Ehrenamtes sei. „In vielen Bereichen sind Ehrenamtler aktiv, aber ganz ohne finanzielle Unterstützung funktioniert die Arbeit vor Ort nicht.“

Allerdings stammt die Spende, die am Mittwoch an die Wärmestube übergeben wurde, nicht vom Geldinstitut selbst, sondern von den Sparkassenkunden. „Wir sind in diesem Fall also nur die Treuhänder“, sagte Pinkernelle, als er Maria Oppermann und Antje Schmidt den großen symbolischen Scheck über 2038,48 Euro übergab.

Tradition in weiteren Harz-Städten

Seit vielen Jahren schon gibt die Sparkasse zum Jahresende einen Kalender heraus – statt Weihnachtsbriefe an die Kunden herauszuschicken, können diese den Kalender mitnehmen. Wie viel sie für diesen Kalender spenden wollen, bleibt den Kunden überlassen, die den Spendenzweck seit Jahren kennen.

„Diese Tradition haben wir bei der Kreisfusion beibehalten. In Quedlinburg und Wernigerode gibt es diese Aktionen auch, deren Nutznießer sind ebenfalls die Wärmestuben in den Städten“, erklärte Pinkernelle. Froh ist er, dass die Spendenhöhe sich seit Jahren konstant um die 2000 Euro bewegt.

Das Geld ist sehr hilfreich für die Arbeit in der Einrichtung, die auf dem Gelände des Franziskanerklosters beheimatet ist. Nicht nur, weil nach dem jüngsten Einbruch noch nicht alle Schäden behoben sind. Sondern auch, weil in diesem Jahr einiges an Bauarbeiten für die Wärmestube auf dem Plan steht.

Essen für mindestens 50 Leute

„Ich freue mich schon sehr“, sagte Antje Schmidt, „denn zu den Umbau- und Anbauplänen gehören zwei bis maximal vier weitere Container. Die werden unsere Arbeit wesentlich erleichtern“, sagt die Küchenchefin, die gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Ein-Euro-Jobbern jeden Tag für mindestens 50 Menschen Frühstück und eine warme Mittagsmahlzeit zubereitet. Nicht nur, dass durch die neuen Container bessere Lagermöglichkeiten gegeben sind. „Wir mussten bei den Minusgraden das Gemüse in die Kühlzelle holen, weil es da wärmer war als draußen, damit uns die Vorräte nicht zerfrieren, Unter dem Schauer putzen wir auch meist das Gemüse, weil hier in der Küche zu wenig Platz ist. Und unsere Kollegin, die die kalten Taschen ausgibt, müsste auch nicht mehr draußen stehen“, sagt Antje Schmidt.

Zwar müssen noch die Baugenehmigungen beantragt werden, aber zurzeit werden Kostenvoranschläge eingeholt, die katholische Gemeinde hat bereits signalisiert, die Flächen für den Anbau zur Verfügung zu stellen. Außer dem Anbau steht die Erneuerung der Sanitäranlagen auf dem Plan und alle Container sollen ein gemeinsames Dach bekommen. An den Nahtstellen zwischen den einzelnen Abschnitten regnet es oft durch. Allein das Dach wird rund 15 000 Euro kosten.