Halberstadt l Eigentlich sollte es im Herbst 2016 schon umgesetzt sein, das Pilotprojekt, mit dem die Stadtverwaltung Halberstadt die Situation des Fahrradverkehrs in der Kreisstadt verbessern will. Doch dann konnten die Markierungsarbeiten, um die es sich dabei handelt, wegen des nasskalten Wetters nicht erfolgen.

Start am Mittwoch

Nun soll es endlich losgehen, konkret am Mittwoch, wie Stadtsprecherin Ute Huch mitteilte. „Beendet sein sollen die Arbeiten dann nach zwei Tagen, also bereits am Freitag“, sagte Ute Huch.

Im Stadtzentrum soll in der Heinrich-Julius-Straße in Fahrtrichtung von der Walther-Rathenau-Straße über die Kreuzung der Kühlinger Straße bis zum bestehenden gemeinsamen Geh-/Radweg am Holzmarkt ein Schutzstreifen für Radfahrer angelegt werden. Zurzeit müssen dort die Radfahrer die Fahrbahn im Mischverkehr mit benutzen, was angesichts des starken Verkehrsaufkommens nicht unproblematisch sei, so Huch.

Viele fühlen sich unsicher

„Viele Radfahrer fühlen sich im Mischverkehr mit Kraftfahrzeugen auf der Fahrbahn nicht sicher und benutzen dann – nach Straßenverkehrsordnung widerrechtlich – den Fußweg in der Heinrich-Julius-Straße“, sagte Huch. „Mit dem Bau des Schutzstreifens soll erreicht werden, dass alle Verkehrsteilnehmer, ob motorisiert oder nicht, gleichberechtigt ihren Verkehrsraum erhalten“, erklärte sie das Vorhaben.

Entwicklungsziele festgelegt

Die „Stärkung des Radverkehrs“ ist eines der Ziele, die im Integrierten Stadtentwicklungskonzept Halberstadts festgelegt sind. Das ISEK ist Handlungsrichtschnur der Stadt für die kommenden Jahre und vom Stadtrat beschlossen.

Das Anlegen dieses Streifens wird etwa 5.800 Euro kosten.. Eine Sperrung der betroffenen Straßen sei allerdings nicht erforderlich. Die Arbeiten werden bei laufendem Verkehr ausgeführt und sollen, so die Informationen aus der Stadtverwaltung, nur mit geringfügigen Einschränkungen für die anderen Verkehrsteilnehmer verbdiunden sein. Dafür werde um Verständnis gebeten.