Stolberg l „The Monuments Men“, „Frantz“, „Alles Klara“ und „Das kleine Gespenst“ nach dem Buchklassiker von Otfried Preußler: Das sind die Titel internationaler und deutscher Produktionen, für welche die Region in jüngster Zeit als Kulisse diente.

Grund genug also, dieses Thema jetzt beim diesjährigen Harzer Tourismustag des Harzer Tourismusverbandes (HTV) im Naturresort Schindelbruch in Stolberg in den Fokus zu rücken. Im Rahmen der Fachtagung wurde den gut 100 Teilnehmern zunächst ein Eindruck vermittelt, welche Chancen und Herausforderungen das „Drehort-Dasein“ mit sich bringt.

So entsteht ein Film

So informierte Susanne Lange von der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH über das Leistungsspektrum der Förderer. Jakob Claussen, Chef der Claussen + Putz Filmproduktion GmbH, berichtete, wie ein Streifen entsteht und was ein Drehort leisten muss.

Besonderes Interesse fand das Referat von Johannes Koeck, Geschäftsführer der Cine Tirol Film Commission aus Innsbruck. Er erläuterte am Beispiel des Filmlandes Tirol die Bewerbung der Region sowie die touristische Verwertung von Kino- und TV-Produktionen in den Alpen.

Die hier schlummernden Möglichkeiten des Harzes stärker zu nutzen – dieser Aufgabe widmet sich seit über einem Jahr eine Arbeitsgruppe der Staatskanzleien der Anrainerländer. Ihr gehören die Filmfördergesellschaften und der HTV an. Das Ziel, das Mittelgebirge als Drehort zu etablieren, ist in greifbare Nähe gerückt, wie die Dreharbeiten zeigen.

Touristen für Drehorte interessieren

Auch in Zukunft sind hier mehrere Produktionen geplant. Nun gilt es aber, mit den Anbietern und Partnern in den Kommunen geeignete Produkte zu entwickeln, um diese im Nachhinein erfolgreich in die filmtouristische Vermarktung zu überführen.

„Noch stehen wir in Bezug auf den Filmtourismus am Anfang. Dennoch sind die Potenziale groß und der diesbezügliche Markt entwickelt sich rasant“, sagte Carola Schmidt, Geschäftsführerin des HTV. Der Verband wird sich der Thematik daher auch im nächsten Jahr weiter widmen und hofft auf die Unterstützung und Kreativität der Touristiker vor Ort.

Online für den Harz werben

Wie die HTV-Chefin weiter einschätzte, hat der Verband 2016 erneut professionell und erfolgreich zahlreiche Marketing- und Kommunikationsprojekte im In- und Ausland realisiert, um die Wettbewerbsposition der Region weiter zu sichern und auszubauen. Dabei nimmt das Onlinemarketing in all seinen Facetten eine wichtige Funktion ein.

Dennoch spielen weiter die klassischen Instrumentarien wie die Entwicklung und der Vertrieb qualitativer Printmedien und die regionalen Auftritte auf den großen Reisemessen eine nicht unwesentliche Rolle.

Carola Schmidt: „Die Webseite www.harzinfo.de, das offizielle und umfangreichste Urlaubsportal für die Reiseregion Harz und zentrales Element des HTV-Onlinemarketings, wurde einem kompletten Relaunch unterzogen.“

Im neuen modernen Design passt sich die Präsenz nun dem Endgerät des Gastes an. Ganz egal, ob dieser zu Hause am Laptop oder vor Ort mit dem Smartphone nach Informationen sucht. Somit wird also zeitgemäß für den Harz geworben.

Ähnlich gängiger Suchmaschinen lässt sich das Portal laut Geschäftsführerin nun schnell und gezielt nach wichtigen Themen durchsuchen. Darüber hinaus ermöglichen weitere zusätzliche Module eine attraktive, multimediale Darstellung und Vermittlung der Inhalte.

Interaktives Routenportal

Die fast 3000 Seite umfassende Webseite gibt es in vier Sprachen. Sie wird ergänzt durch Seiten zum Tagungsharz, zur HarzCard und zum Wintersport. Zudem stehen eine App sowie ein interaktives Routenportal für Wanderer, Radfahrer und Wintersport zur Verfügung. Zum Tagesgeschäft gehört im Übrigen die kontinuierliche „Bespielung“ der gängigen Social-Media-Kanäle.