Hessen l Dass es ein langer Abend werde, hatte Hessens Ortsbürgermeister Klaus Bogoslaw (WG Aktiv für Hessen) am Donnerstag angekündigt. „Wir müssen heute so lange bleiben, bis wie bei der Papstwahl der weiße Rauch aufsteigt, und wir einen rechtsfähigen Verein gegründet haben.“

Ziel dieses Vereins: Die Rettung des Freibads Hessen. Dessen Betrieb kann die Stadt Osterwieck, von der Hessen ein Ortsteil ist, allein nicht mehr finanzieren.

Kooperation wichtig

Deshalb wird die gerade gegründete Fördergemeinschaft Freibad Hessen mit der Stadt Osterwieck und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) eine Partnerschaft eingehen, sagte Bogoslaw. Die Stadt wird dabei für einige Kosten, wie zum Beispiel den Strom, aufkommen. Andere Ausgaben, wie die Finanzierung der laufenden Reinigung und die tägliche Nachbereitung nach Badeschluss, stehen noch offen. Durch einen Mitgliedsbeitrag von 20 Euro im Jahr wird der Verein mithelfen, diese Kosten zu decken. Aber reichen wird das nicht.

Nachdem die von Klaus Bogoslaw vorgestellte Satzung diskutiert und von den Anwesenden angenommen wurde, traten 45 von ihnen als Mitglieder in den Verein ein. Dafür gab es spontan Applaus.

Mitglieder werben

Klaus Bogoslaw sagte, dass er sich über diesen Erfolg freue, es sich aber trotzdem lohne, für eine Mitgliedschaft im neuen Verein „die Werbetrommel zu rühren und sich an Freunde, Verwandtschaft und Nachbarschaft zu wenden.“

Zum Vereinsvorsitzenden der Freibad-Förderer wurde Uwe Kortegast gewählt, sein Stellvertreter ist Klaus Bogoslaw. Kassenwärtin wird Gundula Goy und Schriftführerin ist Reinhild Roloff. Nach der Wahl unterzeichneten die Mitglieder die Gebühren- und Beitragsordnung des neuen Vereins.

Arbeitseinsätze starten

Um das Freibad, an dem noch einige Arbeiten zur Instandhaltung zu verrichten sind, für die Badesaison von Mai bis Juli herzurichten, ist jedoch nicht nur finanzielle Hilfe nötig. Der frisch gebackene Vorsitzende Kortegast weist daraufhin, dass als nächstes eine Ortsbesichtigung anstehe. Denn man wisse, dass noch einiges zu streichen und der Rasen zu mähen sei. Aber man müsse sehen, was außerdem noch zu tun ist.

Des Weiteren hätte Uwe Kortegast für die weitere finanzielle Unterstützung des Vereins schon Ideen für besondere Veranstaltungen, wie zum Beispiel Pool-Partys. Er sei überrascht gewesen, dass so viele Bürger gekommen waren und hoffe, dass diese Euphorie anhalte. Sascha Kortegast (28) sagt über den Erhalt des Bades: „Vor allem die Jugend braucht das Bad zur Beschäftigung nach Schule oder Arbeit.“