Niederndodeleben l Gläubige aus den Kirchengemeinden der Südregion des Kirchenkreises Haldensleben-Wolmirstedt trafen sich am Sonntagvormittag auf dem Wartberg zwischen Niederndodeleben und Irxleben, um hier einen Gottesdienst zu erleben. „Diesen Berggottesdienst feiern wir jetzt zum 16. oder 17. Mal“, erklärte Karl-Michael Schmidt, im Kirchenkreis zuständig für die gemeindepädagogische Arbeit mit Kindern und Familien.

Der Niederndodeleber gehörte zu den aktiven Gestaltern des diesjährigen Berggottesdienstes. An seiner Seite waren außerdem Pfarrer Johannes Könitz aus Barleben und seine Praktikantin Hanna Jesse, Pfarrerin Kathrin Hollax, zuständig für Niederndodeleben, Hermsdorf und Hohenwarsleben, Pfarrer Thomas Wolter aus Groß Ammensleben und Pfarrerin Erika Schünemann aus Irxleben. In ihrem Gottesdienst ging es um Wegschauen, ums Anschauen aber vor allem ums Hinschauen, denn „Schau hin“ hieß schlicht und einfach das Motto dieses Berggottesdienstes. Die Pfarrer erinnerten an das beliebte Kinderspiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“, aber auch daran, dass Menschen 50 Jahre einander ansehen und immer noch Neues entdecken können. Oder daran, dass die Augen die Fenster der Seele und der Herzen sind.

Bläser und Jugendband spielen

Unter dem Motto „Schau hin“ stand an diesem Vormittag aber einer besonders im Blickfeld. Karoline Rogowski und Marcus Drebenstedt aus Niederndodeleben hatten sich entschlossen, ihren einjährigen Sohn Hannes Marcus Rogowski am Fuße der Bismarckwarte unter freiem Himmel taufen zu lassen. Die Taufe nahm Pfarrerin Kathrin Hollax vor. Der kleine Hannes wurde mit seiner Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. „Er ist nicht nur ein Kind seiner Eltern, sondern Kind Gottes“, sagte Kathrin Hollax. Passend zu seinem Taufspruch verglich sie den Menschen Hannes mit einem Baum. Sie wünschte ihm, dass er stets verwurzelt sein möge und gut wachsen kann.

Bilder

Umrahmt wurde der Gottesdienst einerseits durch einen großen Chor von Bläsern aus dem gesamten Kirchenkreis sowie die Band der Jungen Gemeinde Niederndodeleben. Besonders durch die modernen Klänge der Band kam auch das jüngere Publikum auf seine Kosten.

Nach dem Gottesdienst blieben etliche Gäste noch traditionell gemütlich bei einem Picknick zusammen.