Belsdorf l Ein großer Mühlstein mit Aufschrift verziert seit kurzem die Wiese am Belsdorfer Heimathaus. In mühevoller Arbeit haben ihn die Vereinsmitglieder von Grün-Belsdorf, Uwe Scheer, Sven Bergmann und Jürgen Rickmann, aus dem Wald in den Ort geholt.

Einstmals gab es wie fast überall im Dorf eine Mühle, die für die Einwohner von großer Bedeutung war, nicht nur Lohn und Brot für den Müller, seine Familie und Gesellen bedeutete, sondern auch ohne große Wege Mehl und damit Brot für die Bevölkerung.

Viele Relikte aus alter Zeit hat der Heimatverein in den zurückliegenden Jahren zusammengetragen. Belsdorfer und Ehemalige haben Foto- und Schriftmaterial zur Verfügung gestellt, die einen guten Eindruck in das Leben von einst vermitteln. In dicken großen Büchern wurde die Chronik von Belsdorf von Generation zu Generation weitergeschrieben und -gereicht.

Bilder

So ein Mühlstein ist ebenfalls ein Zeitzeuge, dachten sich die Vereinsmitglieder.

Zum Tag des offenen Denkmals ließen sie den Stein von einem Haldensleber Steinmetz mit Bronzelettern bestücken. „Heimatstube 2012“ ist darauf nun zu sehen. Gemeint ist damit die Jahreszahl der Gründung der Heimatstube.

Doch bevor die zentnerschwere Last auf dem Rasen platziert werden konnte, musste erst einmal ein ordentliches Fundament angelegt werden, berichtete Vereinsvorsitzende Waltraud Herrmanns. Denn sonst wäre der schwere Stein einfach weggesackt. Uwe Scheer und Bernd Herrmanns kümmerten sich darum und schufen aus einem Sandstein ein ansprechendes Lager für den Felsstein. Mit kleineren Steinen ringsum wurde das Denkmal noch attraktiv umrahmt.

Ihren schönen Erfolg feierten die Vereinsmitglieder mit einem vereinsinternen Kartoffelfest in der Begegnungsstätte. Zu den Pellkartoffeln hatten die Frauen jede Menge leckerer Beilagen gefertigt, die eine reichhaltige Tafel bescherten.

Die nächsten Ideen und Vorhaben in Sachen Heimatgeschichte schwirren den Heimatfreunden schon wieder im Kopf herum und wurden bei der Zusammenkunft erörtert.