Klietz l Der Bitte der Gemeinde Klietz um Informationen zur Flüchtlingsunterkunft in der Klietzer Kaserne kommt das Innenministerium des Landes nun nach. Termin für die Einwohnerversammlung ist Dienstag, 31. Januar, um 17 Uhr im „Seeblick. Allerdings wird nicht wie gewünscht der Innenminister kommen, sondern die Staatssekretärin. Der Gemeinderat ist skeptisch mit Blick auf die erwarteten Antworten zu den Fragen der Klietzer. „Bei der letzten Versammlung kurz vor der Ankunft der Flüchtlinge war auch ein Staatssekretär da und hat das Blaue vom Himmel gelogen“, sagte Eberhard Wienmeister.

Die Klietzer fragen sich, warum die Kaserne überhaupt noch für die Erstaufnahme der Flüchtlinge vorgehalten wird. „Es kommen weniger Flüchtlinge nach Deutschland. Gegenwärtig sind rund 80 Flüchtlinge da – sie können auch in Halberstadt, wo es genug freie Plätze gibt, untergebracht werden“, erklärte Jörg Pürner.

Der Mietvertrag endet im April 2017. Das Land allerdings will eine Verlängerung der Laufzeit mit einer von 700 auf 170 reduzierten Platzzahl bis Ende 2018. Dann soll die Erstaufnahmestelle in Stendal, an der noch nicht mal gebaut wird, fertig sein. „So viele Millionen Euro da sinnlos auszugeben! Das Geld sollte man lieber auf die Kommunen aufteilen, wir könnten es für die unsere dringlichen Investitionen gut gebrauchen!“ so ein Ratsmitglied.