Havelberg l Zahlreiche Freunde, Bekannte und auch Familienangehörige waren Karin Schulz zur Vernissage ihrer Ausstellung ins Havelberger Rathaus gefolgt. „So fühle ich mich hier fast wie zu Hause“, schmunzelte die Künstlerin, die vor knapp einem Jahr mit ihrem Ausstellungswunsch an den Vorsitzenden des Vereins „Kunst im Rathaus“, Lars Kripke, herangetreten war. „Ich freue mich, dass es nun geklappt hat, freute sich dieser bei der Begrüßung, bei der er Karin Schulz auch als eine „starke Frau“ bezeichnete. Und das hatte auch seinen Grund. Wegen ihres Studiums der Kommunikationselek­tronik und der gleichzeitigen Erziehung ihrer zwei Kinder musste Anfang der 1990er Jahre ihre Leidenschaft, das Malen, auf der Strecke bleiben. „Als ich dann 2004 aus gesundheitlichen Gründen in Rente ging – ein Schicksalsschlag für mich –, erwachte meine einstige Leidenschaft kurz darauf wieder zum Leben, und ich erholte mich auf diese Art“, berichtete die im Jahr 1967 in Berlin Geborene. „In der Faszination des Malens gehe ich nun voll auf und erlebe dabei volle Entspannung.“

Wahnsinnig bunte Farben

Vor allem liebt sie „wahnsinnig bunte Farben. Mit diesen versuche ich meine Freude am Malen auszudrücken“, sagte sie. Und das nicht nur auf Papier. Sondern auch an Türen. „Ich finde weiße oder braune Türen in der Wohnung einfach langweilig. Darum gestalte ich sie farblich so, wie sie mir gefallen würden. Dies und vielleicht auch meine Bilder sind möglicherweise nicht jedermanns Sache, das ist aber nun mal so in der Kunst.“

Auf jeden Fall lohnt es sich, einmal im Havelberger Rathaus vorbei zu schauen und die Ruhe der Bilder auf sich einwirken zu lassen.

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