Schönhausen l Am Sonntagabend, gleich nach der Siegerehrung des „Großen Preises von Schönhausen“ mit Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht, zog der Vereinsvorsitzende Jürgen Mund ein durchaus zufriedenstellendes Resümé: „Jedes Jahr denken wir, dass es gar nicht mehr besser werden kann. Aber auch 2017 haben wir mit ein paar Neuerungen doch noch einen drauf gesetzt und unser Turnier zu einem vollen Erfolg gemacht.“ Qualifizierungen für das Bundeschampionat gehörten ebenso dazu wie die Kür in der Dressur, die abends im Flutlicht auf dem Springplatz gezeigt wurde – das soll auch 2018 wieder mit in das Programm aufgenommen werden. Dressur- und Springplätze präsentierten sich in bestem Zustand, was die Teilnehmer sehr lobten und Schönhausen bei immer mehr Reitsportlern zu einem gern besuchten Turnierort macht.

Programm etwas straffen

Von Sturm und Regen am Freitag ließen sich die Akteure die Laune nicht verderben, Sonnabend war angenehmes Wetter und Sonntag saßen die vielen Zuschauer unterm Sonnenschirm. „Schön, dass so viele Schönhauser und Gäste aus der Umgebung den Weg zu uns gefunden haben“, freut sich Jürgen Mund über das Interesse und den Rückhalt in der Bevölkerung. Nicht ganz glücklich war der Umstand, dass der Große Preis von Schönhausen am Sonntag erst so spät begann und bedingt durch das Stechen die Siegerehrung auch erst recht spät stattgefunden hat, „das Programm werden wir nächstes Jahr etwas straffen“.

Dank allen, die zupackten

Der Vereinsvorsitzende kann es nicht oft genug sagen: Er ist dankbar für die Hilfe, die er aus den eigenen Vereinsreihen hat, von der Feuerwehr beim Parcoursauf- und Abbau, von Chor und Landfrauen beim Kuchenverkauf und natürlich von den Sponsoren, die mit ihrer Unterstützung überhaupt erst so viele Prüfungen und Ehrungen möglich machen.

Bilder

Für die Gastgeber war am Sonntagabend, als alle Reiter das Gelände verlassen hatten, längst noch nicht Schluss. Genau wie bei der Vorbereitung packten alle beim Aufräumen an. Montagabend war wieder alles an seinem Platz – so kann der Verein entspannt in die Sommerpause gehen.

Reitturnier in Schönhausen

Schönhausen (asr) l Die Zuschauer erlebten ein dreitägiges Reitturnier mit spannenden Prüfungen in Dressur und Sprung auf dem Schönhauser Reitplatz.

  • Der Schönhauser Dressurreiter Udo Witte.  Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

    Der Schönhauser Dressurreiter Udo Witte. Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

  • Lothar Voigt auf „Audrey“ bewältigt beim Schönhauser Derby das Wasserhindernis mit Leichtigkeit. Die Zeit reicht am Ende für den 3. Platz. Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

    Lothar Voigt auf „Audrey“ bewältigt beim Schönhauser Derby das Wasserhind...

  • Die Führzügelklasse gewonnen hat Amelie Berndt vom gastgebenden Verein auf „La Bamba“, geführt von ihrer Mama Dörthe. Barbara Bleis als stellvertretende Vereinsvorsitzende überreicht den Pokal.  Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

    Die Führzügelklasse gewonnen hat Amelie Berndt vom gastgebenden Verein auf „La B...

  • Uwe Denecke aus Fischbeck auf „Cinderella“ wird hier für seinen 6. Platz beim Schönhauser Derby geehrt, rechts Sponsor Henry Fehle.  Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

    Uwe Denecke aus Fischbeck auf „Cinderella“ wird hier für seinen 6. Platz beim ...

  • Blick übers Dressurgelände: Vorn reiten sich die Starter warm, im Hintergrund läuft eine Prüfung.  Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

    Blick übers Dressurgelände: Vorn reiten sich die Starter warm, im Hintergrund läuf...

  • Die 18-jährige Elisabeth Fehle führt den erst seit kurzem reitenden Gero Pultermann (fünf Jahre)  auf „Casino“ – das Pferd gehört Karola Mund.  Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

    Die 18-jährige Elisabeth Fehle führt den erst seit kurzem reitenden Gero Pultermann (f&...

  • Uli Sandhof macht während des Kuchenbasars Werbung für den Schönhauser Chor mit selbstgemachten Flaschenöffnern.  Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

    Uli Sandhof macht während des Kuchenbasars Werbung für den Schönhauser Chor mit se...

  • Pauline Henze aus Havelberg auf „Esprit“ wird von Mario Hamann geführt.  Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

    Pauline Henze aus Havelberg auf „Esprit“ wird von Mario Hamann geführt. Foto:...

  • Die Landfrauen stimmten sich am Sonnabend mit einem Becherchen Sekt auf den Ansturm auf das Küchenbüfett ein.  Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

    Die Landfrauen stimmten sich am Sonnabend mit einem Becherchen Sekt auf den Ansturm auf das K...

Hiesige Starter

Zu den erfolgreichen Startern des örtlichen Vereins gehörten in Sprung und Dressur Lothar Voigt, Tino Seeger, Uwe Denecke, Erik Welling, Luise Nyenhuis, Isabell Levin, Viktoria Voigt-von Katte, Juliane Nyenhuis, Katharina Pauli, Lara Pauli, Michaela Voigt, Melanie Hachmeier, Dörte Berndt, Stephanie Basenek, Mareike Tannhäuser, Udo Witte, Michaela Voigt, Elisabeth Fehle, Anna-Luna Neuber, Michelle Hahn, Vivien Braunschweig, Nelly Zirk, Noa Stoppa, Lilli-Marie Neuber und Gero Pultermann.
Vom Reit- und Fahrverein Havelberg waren vertreten Amelie Berndt, Katharina Ziems und Lia Hamann.
Lisa Huhn aus Neuermark-Lübars startete für den Reit- verein Hohenberg-Krusemark. Für den Arneburger Reitverein waren aus Neuermark-Lübars Hannah Kurth und Mila Petersen dabei sowie aus Schönfeld Lara Fuhrmeister.

Mit ihren 21 Jahren war „Cinderella“ von Uwe Denecke aus Fischbeck das älteste Pferd beim Springen. „Sie macht das immer noch gut“, freute sich der Reiter über den 6. Platz beim Derby. „Wenn sie nächstes Jahr immer noch fit ist, sind wir wieder dabei.“

Karl-Friedrich Peters aus Wust war als Tierarzt dabei. Er ist seit Vereinsgründung Mitglied und stets für tierärztliche Betreuung zuständig.

Neun Richter aus Sachsen-Anhalt und umliegenden Bundesländern waren im Einsatz. Den weitesten Weg hatte Giesela Gunia aus Uslar in Südniedersachsen.

Der Parcoursaufbau wurde von Fred Jäger und zwei Assistenten getätigt. Für die musikalische Unterhaltung war Armin Dräger aus Schönhausen zuständig.