Klietz l Grund zur Freude hat die Gemeinde Klietz: In diesem Jahr bekommt sie vom Land Schlüsselzuweisungen in Höhe von 1,263 Millionen Euro – das sind 746 000 Euro mehr als im Jahr zuvor.

Für die Schlüsselzuweisungen werden die Einwohner des Vorjahres (Stichtag für 2017 ist der 31. Dezember 2015) zu Grunde gelegt. War lange nicht klar, ob die Asylsuchenden in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Klietzer Kaserne dazu gehören, so ist das nun geklärt: Sie werden mitgezählt. „Meldetechnisch sind sie hier aufgenommen worden, also zählen sie laut Bundesmeldegesetz auch dazu“, erklärt Hauptamtsleiter Martin Schröder.

Bürgermeister Hermann Paschke freut sich darüber, „denn wir haben auch zusätzliche Ausgaben beispielsweise für Energiekosten, weil die Straßenbeleuchtung im Ort seit der Ankunft der Flüchtlinge wieder komplett angestellt ist“. Wie das Geld eingesetzt wird, entscheide der Rat, „Schulden sollten auch getilgt werden“.

Auch im kommenden Jahr wird die Zuweisung über dem eigentlichen Durchschnitt der zurückliegenden Jahre liegen, weil auch Ende 2016 erstankommende Flüchtlinge in Klietz lebten, allerdings nicht so viele wie Ende 2015, als es rund 700 gewesen sind.

Schönhausen bekommt weniger

Bei den anderen Gemeinden des Elbe-Havel-Landes fallen die Schlüsselzuweisungen unterschiedlich aus. Die größte Gemeinde Schönhausen bekommt mit 587 000 Euro knapp 41 000 Euro weniger als im Jahr zuvor. Das schmerzt umso mehr, weil allein die Umlage, die sie voraussichtlich laut Haushaltsentwurf an die Verbandsgemeinde zahlen muss, um 276 000 Euro auf 1,18 Millionen Euro steigen wird.

Auch Sandau muss mit rund 10 000 Euro weniger Zuweisungen zurecht kommen, 152 000 Euro sind es insgesamt.

Doch recht beachtliche 33 000 Euro mehr Schlüsselzuweisungen gibt es für Wust-Fischbeck, 320 000 Euro sind es insgesamt.

Für die Gemeinde Kamern steigt die Zuweisung um knapp 5 000 Euro auf 421 000 Euro. Und immerhin noch knapp 4000 Euro mehr erhält Schollene, insgesamt knapp 451 000 Euro.