Havelberg l Zur Übergabe der Abschlusszeugnisse fand in der Aula des Schulzentrums eine Feierstunde statt, zu der auch Eltern, Großeltern und Geschwister geladen waren. Für die Festrede hatte sich Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski bereit erklärt, dessen Schulabschluss, wie er sagte, mittlerweile 41 Jahre zurück liegt.

Bester Durchschnitt bei 1,2

Schulleiterin Kerstin Meinschien konnte mit Freude auf die bei den Abschlussprüfungen erreichten Ergebnisse blicken. Von den 31 Schülern aus der Klassenstufe 10 haben 13 den erweiterten Realschulabschluss erreicht, der unter anderem dazu berechtigt, auf einer weiterführenden Schule das Abitur zu machen. Die beste Leistung von ihnen erreichte Hannah-Antonia Gauch aus Scharlibbe mit einem Durchschnitt von 1,2. 16 Schüler haben den Realschulabschluss in der Tasche. Die beiden Schüler, die von den 31 noch übrig bleiben, werden im Schuljahr 2017/2018 einen neuen Anlauf starten, um dann nach diesem mit einem erfolgreichen Abschluss ins Berufsleben gehen zu können.

Einer macht weiter

Im Hauptschulbildungsgang (Klasse 9 c) haben von insgesamt zwölf Schülern drei den qualifizierten Hauptschulabschluss erreicht. Dieser berechtigt unter anderem dazu, in die 10. Klasse zu wechseln und diese dann mit einem Realschulabschluss zu beenden. Ein Schüler will diese Möglichkeit nutzen. Er erhielt aus diesem Grund am Freitag noch kein Abschlusszeugnis. Die anderen beiden beginnen nach den Sommerferien mit einer Berufsausbildung.

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Die restlichen neun Mädchen und Jungen haben den Hauptschulabschluss geschafft. Zu ihnen gehört mit Mahdi Fizi auch ein junger Mann, der als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Havelberg kam und in der Schule erstaunliche Fortschritte beim Erlernen der deutschen Sprache gemacht hat. „Alle Prüfungen musste er natürlich in deutscher Sprache bestreiten – und wie gut er das machte, hat uns Lehrer schon etwas beeindruckt“, lobte Kerstin Meinschien im Gespräch mit der Volksstimme.

Das Lernen geht weiter

Für fast alle Absolventen der Sekundarschule "Am Weinberg" geht das Lernen nach der Ferienpause weiter. Acht von ihnen drücken in den Berufsbildenden Schulen Stendal die Schulbank, drei machen ein Fachabitur. Der Großteil hat Ausbildungsplätze sicher: in der Industrie (zwei Jugendliche), in der Landwirtschaft (einer), im Handwerk (12), im medizinischen Bereich (vier) oder im Bereich Handel/Dienstleistungen (fünf). Vier junge Leute befinden sich noch in der Bewerbungsphase.

Blumen für alle Lehrer

Der Abschied von ihren ehemaligen Schülern fiel besonders auch den Klassenlehrern Kathrin Klein, Silke Schubert und Olaf Wellenberg nicht leicht, was ihre letzten Worte an die Jugendlichen und zahlreiche herzliche Umarmungen bei der Zeugnisübergabe zeigten.

Dankesworte für die Schüler sprachen Ria Wulff und Johanna Marschner für die Abschlussklassen 10 a und 10 b sowie Lena Gasch und Maximilian Giese für die Hauptschulklasse 9 c. Anschließend überreichten sie Blumen an alle ihre Lehrer.